Open Doors Newsletter vom 16.03.2012
Iran: Große Offenheit für den christlichen Glauben
Einheimische Hausgemeindeleiter berichten von Wachstum der Hausgemeinden
(Open Doors) - Nach Regierungsangaben leben etwa 200.000 Christen im Iran. Doch dies sei eine sehr konservative Schätzung, berichten lokale Mitarbeiter des Hilfswerks für verfolgte Christen Open Doors aus der Islamischen Republik. Vertrauenswürdige Quellen sprechen sogar von einem "explosionsartigen Wachstum" von Hausgemeinden vor allem in größeren Städten. Seit Jahren unterstützt Open Doors verfolgte Christen im Iran und steht in engem Kontakt mit Hausgemeindeleitern aus verschiedenen Regionen. Besonders häufig würden sich demnach junge Iraner dem christlichen Glauben zuwenden. Etwa zwei Drittel der mehr als 74 Millionen Einwohner des Landes sind unter 30 Jahre. Doch eine genaue Zahl der Christen muslimischer Herkunft ist schwierig zu erheben, da sich die Hausgemeinden nur im Verborgenen treffen können. Eine offizielle Kirche dürfen sie nicht besuchen.
Offenheit nach Enttäuschung
Noch vor 40 Jahren gab es lediglich 200 Christen muslimischer Herkunft - also ehemalige Muslime - im Iran. Heute sind es schätzungsweise etwa 370.000 Christen; sie bilden drei Viertel der rund 460.000 Christen im Iran. Daneben gibt es mehr als 80.000 traditionelle Christen darunter Armenier und Assyrier. Sie sind als religiöse Minderheiten staatlich anerkannt und können öffentlich Gottesdienste in ihrer Sprache feiern. Doch Predigten in der Landessprache Farsi sind verboten. Aber auch andere Glaubensrichtungen hätten derzeit Zulauf, wird berichtet. Viele Iraner seien enttäuscht vom Islam, so ein einheimischer Mitarbeiter von Open Doors: "Vor der Revolution 1979 hatten wir eine säkulare Regierung und die Bevölkerung war religiös. Das war der richtige Boden für die islamische Revolution. Doch unter dem jetzigen theokratischen Regime kehren viele dem Islam den Rücken. Der christliche Glaube war in der Vergangenheit unpopulär, weil er als westliche Religion galt. Doch das hat sich geändert. Eigentlich sehen nur die Regierung und religiöse Hardliner das Christentum als 'westliches politisches System."
Vorsicht ist geboten – zur vollständigen Nachricht hier ...
Bitte beten Sie für die Christen im Iran. Wir danken Ihnen.
- Danken Sie Gott dafür, dass Iraner vom Evangelium erfahren und sich viele für ein Leben mit Jesus entschieden haben.
- Beten Sie für jene, die noch jung im Glauben sind. Mögen sie in Kontakt mit anderen Christen kommen und in ihrem Glauben wachsen.
Beten Sie um Weisheit bei Glaubensgesprächen mit Muslimen und besonders für die Leiter von Hausgemeinden.
Open Doors Newsletter vom 09.03.2012
Afghanistan: Wie geht es Said Musa heute?
Christ muslimischer Herkunft war wegen Apostasie im Gefängnis – Open Doors initiiert Briefschreibaktion
(Open Doors) - Vor einem Jahr wurde Said Musa aus Afghanistan nach intensiven diplomatischen Bemühungen aus dem Gefängnis entlassen. Am 21. Februar 2011 hat der damals 46-jährige Vater von sechs Kindern das Land verlassen. Denn nur durch seine Rückkehr zum Islam hätte er weiter in Afghanistan leben können. Doch er wollte Jesus nicht verraten, so blieb ihm nur die Flucht aus seinem Heimatland.
Rückblick: Nachdem ein afghanischer Fernsehsender Bilder einer Taufe von Muslimen, die Christen geworden sind, ausgestrahlt und ihre Gesichter dabei offen gezeigt hatte, wurde Said Musa im Mai 2010 verhaftet und wegen Apostasie (Abfall vom Islam) angeklagt. Darauf steht in Afghanistan nach islamischem Recht die Todesstrafe. Nahezu neun Monate war der Christ muslimischer Herkunft und ehemalige Mitarbeiter des Internationalen Roten Kreuzes gefangen. Vor mehr als neun Jahren entschied er sich für den christlichen Glauben. Im Gefängnis missbrauchten ihn Gefängniswärter und Mithäftlinge. Er wurde mit Schlafentzug gequält. Mehrfach hatte Open Doors zum Gebet für ihn aufgerufen. Bewegt von seinem Schicksal, setzten sich viele Christen auf der ganzen Welt für ihn ein.
Wie geht es Said Musa heute?
Said Musa lebt heute seiner Frau und den Kindern in einem anderen Land. Zum Schutz der Familie wird ihr Aufenthaltsort geheim gehalten. Die achtköpfige Familie lebt in einer kleinen Wohnung. Die Kinder gehen zur Schule; eines ist behindert und besucht eine Sonderschule. Die Musas haben sich einer Kirchengemeinde angeschlossen, wo die Glaubensgeschwister sie sehr unterstützen. Doch die schrecklichen Erlebnisse haben tiefe Spuren nicht nur bei Said Musa, sondern auch bei seiner Frau und den Kindern hinterlassen. Zudem macht ihnen das Leben in einer fremdartigen Kultur, die fehlenden Sprachkenntnisse und die Arbeitslosigkeit zu schaffen. Sie vermissen ihre Heimat, den vertrauten Alltag und Verwandte und Freunde. Doch der Familienvater gibt nicht auf. Ermutigt habe ihn auch die Solidarität vieler Christen, so Musa: "Ich sehne mich nach einer Arbeit und wieder Teil eines christlichen Dienstes zu sein." Er würde gern anderen Flüchtlingen, die seine Sprache sprechen, von der Liebe Jesu erzählen.
Beistand zeigen, Briefe schreiben
Um Said Musa und seiner Familie Mut zu machen und zu zeigen, dass sie nicht vergessen sind, hat Open Doors eine Briefschreibaktion ins Leben gerufen. Bis zum 1. Oktober 2012 können Sie der Familie Ermutigungsbriefe, Karten und von Kindern gemalte Bilder schicken.
Wollen Sie Said Musa und seiner Familie schreiben? Wohin Sie die Post schicken, erfahren Sie hier:
Wir bitten Sie, auch weiterhin für die Familie Musa zu beten.
- Beten Sie, dass die Familie die vielen Herausforderungen in der neuen Heimat bewältigen kann und sich die Kinder gut integrieren. Die Großfamilie würde gern in ein Haus umziehen.
- Beten Sie, dass Said Musa Arbeit findet, damit die Familie auf eigenen Beinen steht.
Beten Sie, dass Gott ihre seelischen Verletzungen heilt. Möge er ihnen innere Ruhe und Frieden geben.
Open Doors Newsletter vom 02.03.2012
Pakistan: Zum Todestag von Shahbaz Bhatti
Trotz Morddrohungen kämpfte der Minderheitenminister weiter für Christen – Willkür in Punjab
(Open Doors) - Vor einem Jahr - am 2. März - wurde Shahbaz Bhatti, einziger Christ in der pakistanischen Regierung, in der Hauptstadt Islamabad auf offener Straße erschossen. Der katholische Christ war Minister für Minderheiten und hatte öffentlich die Blasphemiegesetze kritisiert, die Lästerungen des Islam unter schwere Strafen stellen. Sie werden immer wieder willkürlich gegen Christen einsetzt.
Tod vorausgesehen
Shahbaz Bhatti war auf dem Weg zu seiner Arbeit in seinem Dienstwagen beschossen worden. Er verstarb auf dem Weg ins Krankenhaus. Der Täter ist bis heute nicht gefasst. Der 42-jährige Bhatti hatte sich ebenso wie der im Januar 2011 getötete Gouverneur der Provinz Punjab Salman Taseer für die Freilassung der Christin Asia Noreen (auch Asia Bibi genannt) eingesetzt. Die fünffache Mutter wurde im November 2010 wegen angeblicher Blasphemie zum Tode verurteilt und sitzt im Gefängnis. Shahbaz Bhatti war sich bewusst, dass ihn sein Engagement das Leben kosten könnte. Islamische Geistliche hatten in einer Fatwa (Rechtsgutachten) seinen Tod gefordert. Gegenüber Medien hatte er geäußert: "Ich lebe für meine Gemeinschaft und für die leidenden Menschen, und ich würde dafür sterben, ihre Rechte zu verteidigen. Morddrohungen und Warnungen können mich davon nicht abhalten." Nach seiner Ermordung flohen die meisten Mitglieder seiner Familie ins Ausland. Paul Bhatti führt nun die Arbeit seines Bruders fort. Der Kinderarzt zog von Italien nach Islamabad und ist offizieller Berater für Minderheiten des Premierministers. Wer sich für die Rechte der Christen einsetzt, lebt in Pakistan gefährlich. Um dieses Risiko weiß auch Paul Bhatti.
Versuchte Enteignung gescheitert
Die Beschuldigungen gegen Christen wegen Blasphemie reißen nicht ab. Jüngst versuchten Bewohner einer Ortschaft bei Sialkot in der Provinz Punjab eine Familie zu enteignen. Ihr Grundstück wird von einer einflussreichen muslimischen Familie begehrt. Bei einem Streit zwischen christlichen und muslimischen Jugendlichen auf offener Straße flogen auch Steine gegen die örtliche Moschee. Daraufhin wurde der Familie Masih die Entweihung der Moschee vorgeworfen. Familienvater Bashir, sein Bruder sowie acht weitere Christen wurden vorübergehend festgenommen. Auch wenn ein Versöhnungskomitee aus muslimischen Führern die Enteignung zunächst verhindern konnte, ist die Stimmung weiter äußerst angespannt.
Bitte stehen Sie den Christen in Pakistan mit Ihrem Gebet bei.
- Denken Sie heute besonders im Gebet an die Familie von Shahbaz Bhatti. Beten Sie auch um Schutz und Bewahrung für seinen Bruder Paul.
- Beten Sie für die Familie Masih aus Punjab und die Christen der Gegend. Das Land der Familie ist bei Muslimen äußerst begehrt. Weitere Enteignungsversuche sind zu befürchten.
Beten Sie für die Regierung in Pakistan und für ein friedliches Zusammenleben zwischen Muslimen und Christen.
Open Doors Newsletter vom 24.02.2012
Christen in Syrien: Glauben leben inmitten der Unruhen
Private Gebetstreffen stärken Christen - Pastoren bitten dringend um Gebet
(Open Doors) - Die Aufstände gegen das Regime von Baschar al-Assad seit fast einem Jahr haben die Christen in Syrien in eine sensible Lage gebracht: Bislang waren die 1,9 Millionen Christen etablierter Teil der Gesellschaft. Doch obwohl auch sie sich demokratische Reformen wünschen, fürchten sie, im Fall eines Umsturzes als erste ins Visier von Islamisten zu geraten - gelten sie doch als Unterstützer der alawitischen Assad-Regierung. Nach Einschätzung von Kontaktpersonen vor Ort haben mehr als drei Viertel der Christen Homs, die Hochburg des Widerstandes gegen den Präsidenten, in Richtung umliegender Dörfer oder der Hauptstadt Damaskus verlassen. Eine evangelikale Gemeinde soll angegriffen worden sei.
Stimmen aus Syrien
Wie sieht derzeit das Gemeindeleben in Syrien aus? Open Doors steht in Kontakt mit einigen Pastoren vor Ort*. Nach ihren dringlichsten Wünschen angesichts der in manchen Regionen äußerst angespannten Lage befragt, gaben sie immer wieder zurück: "Gebet" – das sei es, was sie derzeit am meisten bräuchten. In den Gesprächen zeigte sich auch das einhellige Bild eines derzeit eingeschränkten Gemeindelebens: Wenngleich die Lage von Region zu Region verschieden ist, haben Kirchen in vielen Städten ihre Abendgottesdienste ausgesetzt und kommen nur tagsüber zusammen, einige nur sonntags. Nach Sonnenuntergang und an Freitagen bleiben die Christen in ihren Häusern. Christliche Schulen bleiben freitags generell geschlossen.
Ein Pastor* sagte: "Wir haben einen festen Glauben. Zwar feiern wir gegenwärtig nur am Sonntag Gottesdienst, doch viele Gemeindemitglieder treffen sich darüber hinaus zum Gebet, entweder in ihren Häusern oder unter der Woche in der Kirche." Christen muslimischer Herkunft, mit denen er im Kontakt stehe, führten ihre Treffen fort - wenn auch nur einmal in der Woche und nur in Privaträumen. Gezielte Angriffe auf Christen habe er derzeit nicht erlebt, jedoch: "Wir wissen nicht, wie sich die Dinge verändern werden". Ein anderer Pastor berichtete: "Langsam gewöhnen wir uns an diesen Alltag, aber wir beten, dass wieder Normalität und Frieden einkehren. Wir wollen Gott vertrauen. Er ist gut und hält, was er in seinem Wort versprochen hat."
"Homs gleicht einer Geisterstadt"
Auch in Homs finden Gottesdienste nur am Sonntagmorgen statt, werden jedoch nur von wenigen besucht. "Benachbarte Gemeindemitglieder treffen sich in Privathäusern. Homs gleicht einer Geisterstadt", so ein örtlicher Christ. "Häuser geflohener Christen sind geplündert worden. Die Menschen sorgen sich um ihre Sicherheit, und sie haben keine Vorräte mehr. Es bringt einen zum Weinen."
*aus Sicherheitsgründen ungenannt
Bitte stehen Sie den Christen in Syrien mit Ihrem Gebet bei.
Gebetsanliegen
- Danken Sie für die Gemeinden unterschiedlicher Konfessionen und Denominationen, die in Syrien auch während dieser unruhigen Zeit ein Zeugnis für Jesus sein wollen. Möge Gott sie beschützen, sie weiterhin stärken und ihnen viel Weisheit geben.
- Beten Sie für unsere Projekte zur Stärkung von Christen, die erst vor Kurzem zum Glauben gekommen sind.
- Beten Sie für ein Ende der Gewalt in Syrien.
Open Doors Newsletter vom 17.02.2012
Indien: Neue Hoffnung für Kaliya
Trotz Angriffe radikaler Hindus vertraut eine indische Familie weiter auf Gott
(Open Doors) - Zwei Kinder verloren, Haus niedergebrannt, Ernte zerstört: Kaliya musste einen hohen Preis für seinen Glauben an Jesus zahlen. Heute dankt er Gott dafür, "dass er mir die Entschlossenheit gibt, ihn niemals zu verlassen".
Verprügelt, bedroht und ausgegrenzt
Kaliya stammt aus der kleinen Ortschaft Jhaida im zentral gelegenen Bundesstaat Madhya Pradesh. Seine Familie ist arm. Er und seine Frau haben vier Kinder. Ihr Leben verlief "gut". Doch dies sollte sich ändern: Vor etwa zwölf Jahren legte Kaliya seinen hinduistischen Glauben ab und wurde ein Nachfolger Jesu. Damit begannen auch die Anfeindungen gegen ihn und seine Familie. Immer wieder wurde er von anderen Männern verprügelt und aufgefordert, seinem christlichen Glauben abzuschwören. Die Einwohner aus seinem Dorf grenzten ihn aus, und sogar einige Familienmitglieder wollten nichts mehr mit ihm zu tun haben. Zur Polizei zu gehen war keine Option für ihn. Wer würde einen Analphabeten von einer niederen Kaste anhören? Doch obwohl Kaliya um sein Leben fürchtete, und trotz der alltäglichen Drohungen verloren er und seine Familie nicht die Freude an Gottes Wort. Sie sangen weiter christliche Lieder und Kaliya lernte nach und nach sogar, in der Bibel zu lesen.
Angriff von radikalen Hindus
Vor einiger Zeit dann der Tag, der an Grausamkeit alles bis dahin Gewesene in den Schatten stellt: Gewalttätige Hindu-Extremisten brannten sein Haus nieder und zerstörten seine Ernte, während Kaliya mit seiner Frau und zwei Kindern auf dem Feld arbeiteten. Seine anderen beiden Kinder Pramilla (7) und Nithal (5) waren zu diesem Zeitpunkt im Haus. Kaliya fand ihre toten Körper am nächsten Morgen im nahegelegenen Brunnen. Ob sie heruntergesprungen waren, um sich zu verstecken oder in den Brunnen geworfen wurden - Kaliya wird es wohl nie erfahren.
Über Monate war Kaliya wie unter Schock; er hatte keinen Lebenswillen mehr. Menschen kamen und rieten ihm, Jesus Christus zu verlassen: "Was hat Christus dir genützt?", spotteten sie. Kaliya erinnert sich: "Doch auch wenn mein Leben nicht komfortabel ist, und wenn ich viele Fragen habe: Ich muss an Jesus festhalten."
Nicht allein gelassen
Als ein Pastor von dem Unheil hörte, kontaktierte er Open Doors. "Sie sandten sofort Unterstützung in Form von Nahrung. Ein Mitarbeiter kam vorbei und besuchte uns. Er betete für uns und versuchte, uns zu ermutigen", sagte Kaliya. Später nahm er auch an einem Verfolgungsseminar von Open Doors teil. Dort erfuhr er, wie auch in anderen Ländern Christen verfolgt werden. "Das öffnete mir die Augen", erzählte Kaliya. "Es minderte nicht meine Schmerzen, aber ich lernte, dass auch andere wegen ihres Glaubens an Jesus leiden."
Mit der Hilfe von Open Doors haben Kaliya und seine Familie heute wieder ein eigenes Haus, in dem auch andere Christen zusammenkommen. Dort können sie anderen Menschen von Jesus erzählen. "Langsam aber sicher wirkt Gott in unserem Dorf."
Bitten stehen Sie Kaliya und seiner Familie mit Ihrem Gebet bei.
- Danken Sie für Kaliya und seine Familie. Möge Gott sie auch weiterhin trösten und stärken .
- Danken Sie für ihr neues Zuhause, das zwischenzeitlich als kleine Hausgemeinde dient.
- Beten Sie um Schutz und Bewahrung für Kaliyas Familie.
- Beten Sie für Christen in Indien, dass Gott ihnen die Kraft gibt, die Angriffe und Drohungen durch Extremisten durchzustehen.
Open Doors Newsletter vom 10.02.2012
Somalia: 26-jähriger Christ von Extremisten enthauptet
Zakaria Hussein Omar arbeitete für eine Hilfsorganisation - Al Shabaab vereinigt sich mit Al Kaida
(Open Doors) - Erneut ist im ostafrikanischen Somalia ein Christ brutal ermordet worden. Kämpfer der radikal-islamischen Gruppe Al Shabaab haben Zakaria Hussein Omar bereits am 2. Januar in der Ortschaft Cee-carfiid nahe der Hauptstadt Mogadischu enthauptet. Nomaden fanden seinen Leichnam und brachten ihn in die Hauptstadt. Der 26-Jährige war Christ muslimischer Herkunft und arbeitete für eine christliche Organisation, die von den Terroristen im vergangenen Jahr verboten worden war. Er hinterlässt seine Frau, seine Eltern sowie einen Bruder und vier Schwestern. Open Doors bittet, in dieser schweren Zeit der Trauer an sie zu denken und für sie zu beten.
Im Visier der Extremisten
Zakaria Hussein Omar wähnte sich seit einiger Zeit im Visier der Extremisten, die in dem streng islamisch geprägten Land die Menschen terrorisieren und besonders Ausschau nach "Abtrünnigen" vom Islam halten. "Letztes Jahr erwähnte Zakaria, dass sein Leben in Gefahr sei, als die Hilfsorganisation verboten wurde", sagte ein Freund dem Informationsdient Compass Direct. Omar sei von einem Al Shabaab-Anhänger erkannt und als Abgefallener vom Islam identifiziert worden. Omar war vor sieben Jahren bei einem Aufenthalt in Äthiopien Christ geworden. Im Jahr 2008 kehrte der junge Mann nach Somalia zurück und schloss sein Universitätsstudium im Bereich Buchhaltung ab.
Miliz schließt sich Al Kaida an
Erklärtes Ziel der Al Shabaab ist eine strikte Anwendung des Scharia-Rechtes. Werden Christen muslimischer Herkunft von ihnen entdeckt, gleicht dies einem Todesurteil. Allein im vergangenen Jahr wurden mindestens vier Christen regelrecht hingerichtet. Unterdessen soll Medienberichten zufolge ein Anführer der somalischen Al Shabaab in einer Videobotschaft offiziell den Anschluss der Gruppe an das Terrornetzwerk Al Kaida verkündet haben. Durch diese Verbindung werde der Einfluss der Terrorgruppe in Afrika weiter gestärkt, so Experten. Al Shabaab wird auf 3.000 bis 7.000 Mitglieder geschätzt und kontrolliert den Süden des Landes nahezu vollständig.
Somalia gilt als eines der Länder, in dem Christen extrem gefährdet sind. Auf dem Weltverfolgungsindex von Open Doors belegt es Platz 4 unter den Ländern, in denen Christen am stärksten verfolgt und benachteiligt werden. Nur einige wenige der mehr als neun Millionen mehrheitlich muslimischen Einwohner Somalias sind Christen. Sie leben ihren Glauben im Verborgenen.
Quelle: u.a. Compass Direct
Bitten stehen Sie der Familie von Zakaria Omar mit Ihrem Gebet bei.
- Beten Sie um Schutz und Bewahrung für seine Frau, da sie in den Augen der Extremisten mit einem "Verräter des Islam" verheiratet war.
- Danken Sie für die kleinen Hausgemeinden in Somalia. Trotz des herrschenden Klimas aus Terror und Gewalt wagen es die einheimischen Christen, sich zu treffen. Die wenigen Momente der Gemeinschaft sind für sie wie Kraftquellen.
Beten Sie auch für somalische Christen, die ins Nachbarland Kenia geflohen sind. Auch dort treiben Al Shabaab-Kämpfer ihr Unwesen. Junge Muslime haben Anfang Dezember in Kenia den 23-jährigen Ibrahim, Christ muslimischer Herkunft aus Somalia, brutal zusammengeschlagen. Sechs Wochen zuvor wurde sein älterer Bruder Hassan Opfer eines Angriffs.
Open Doors Newsletter vom 03.02.2012
Kolumbien: Rebellen vertreiben Pastor mit seiner Familie
Insgesamt neun Familien mussten ihr Land verlassen - Christen im Visier von Guerillas
(Open Doors) - Anhänger der Rebellengruppe FARC-EP ("Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens") haben in Zentralkolumbien einen Pastor und insgesamt 37 seiner Verwandten von ihren Wohnorten nahe La Macarena (Region Meta) vertrieben. Bereits drei Monate zuvor war Pastor Wilber Ramirez* von Guerillas bedroht worden, er solle seine Kirche schließen und die Warnung ernst nehmen, um weiteren Ärger zu vermeiden.
Seit Jahren im Visier
Seit etwa 15 Jahren ist Wilber Ramirez Pastor in der Region. Gegenüber Open Doors sagte der dreifache Vater, die Rebellen seien in sein Haus eingedrungen, hätten seine Sachen gepackt und ihn gezwungen, augenblicklich zu verschwinden. "Wenn man hier solch eine Drohung erhält, dann denkt man nicht zwei Mal nach", so Ramirez. "Doch weder ich noch meine Verwandten wissen genau, warum wir im Visier der Rebellen stehen und wir von unserem Land verschwinden mussten. Wir haben es lediglich für die Landwirtschaft genutzt." Die neun betroffenen Familien lebten auf zehn Höfen verstreut in der Region. Seit nun mehr sechs Jahren wird der Pastor von Rebellen bedroht. Sie hatten ihm verboten, zu predigen. Er sollte seine Gemeinde auflösen und seine "Religion" aufgeben - weil sein Sohn ein "Deserteur" sei, wie es hieß. Doch keine der anderen Familien war jemals bedroht worden.
"Solange ich lebe, will ich Gott dienen"
Doch auch, wenn sich mit der Vertreibung und Enteignung ihr ganzes Leben verändert habe, sagt Pastor Ramirez, werde er weiterhin Gottes Wort in Macarena verkünden. Seine Töchter sind zwischen zehn und 22 Jahren alt. Er und die anderen Familien treffen sich nun mit Christen aus der Region zu Gottesdiensten und Versammlungen. Pastor Ramirez: "Ich bitte Gott darum, mir Kraft und Mut zu geben, damit ich die mir anvertrauten Glaubensgeschwister in rechter Weise führen kann. Solange ich lebe, will ich Gott dienen."
*Name geändert
Bitten stehen Sie den Familien mit Ihrem Gebet bei:
- Danken Sie Gott für den engagierten Pastor und bitten Sie für ihn um Weisheit und Schutz.
- Beten Sie für seine Familie und die anderen Verwandten, die ihren Besitz verlassen mussten. Sie müssen sich nun eine neue Existenz aufbauen, um für ihren Unterhalt zu sorgen.
Beten Sie auch um Weisheit für unsere Mitarbeiter, wie den Familien nachhaltig geholfen werden kann
Open Doors Newsletter vom 27.01.12
Indien: Scharia-Gericht verurteilt drei Christen
Christen flüchten vor wachsender Feindseligkeit
(Open Doors) - Im nordindischen Kaschmir-Tal spitzt sich die Lage für Christen aufgrund des wachsenden islamischen Extremismus zu. Drei Christen wurden Mitte Dezember von einem Scharia-Gericht für schuldig befunden, Muslime zum Übertritt zum christlichen Glauben verführt zu haben. Zudem ordnete das Gericht islamischen Religionsunterricht auch an christlichen Schulen an und forderte die Regierung des Bundesstaates Jammu und Kaschmir auf, die Verwaltung aller christlichen Schulen in der Region zu übernehmen. Die Region liegt im überwiegend muslimischen Bundesstaat Jammu und Kaschmir.
Pastor Chander Mani Khanna von der Allerheiligenkirche in Srinagar, der Holländer und katholische Christ Jim Borst und der Evangelist Gayoor Messa haben die Region bereits verlassen. In den vergangenen Wochen sind noch weitere Christen aus der Region geflohen. "Ich fühlte mich mit meiner Frau und den Kindern nicht mehr in Srinagar sicher", so ein Christ, der aus Sicherheitsgründen anonym bleiben möchte. "Eine Gruppe von Muslimen hat mein Haus zweimal besucht und meinen Eltern mit dem Ausschluss aus der Gemeinschaft gedroht, falls sie mich nicht zum Islam zurückbrächten."
Urteil mit Signalwirkung
Zwar sind Urteile islamischer Gerichte für Nicht-Muslime nicht rechtsverbindlich, jedoch haben sie Signalwirkung. Dem Gesamtindischen Christenrat zufolge könnte der Schuldspruch gegen die Männer extremistische Kräfte zu Gewalttaten gegen Christen ermutigen. Die mehr als zehn Millionen Einwohner des Bundesstaates sind zu zwei Dritteln Muslime, etwa 29 Prozent sind Hindus. Die etwa 20.000 Christen stammen zumeist aus der überwiegend hinduistischen Region Jammu. Im Kaschmir-Tal leben schätzungsweise nur etwa 400 Christen, davon 300 in Srinagar. Während die meisten Muslime in Kaschmir friedliche Anhänger des Sufismus sind, stehen einige unter dem Einfluss der strengen wahhabitischen Richtung des Islam und haben sich radikalisiert.
Pastor: "Ich kann niemanden bekehren"
Auslöser für das Vorgehen gegen die drei Männer war die Taufe von ehemaligen Muslimen im August 2011. Daraufhin hatte die Polizei in Srinagar sieben Christen muslimischer Herkunft verhaftet und verprügelt. Ein Video von ihrer Taufe war später im Internet auf der Plattform "YouTube" zu sehen. Obwohl das Video lediglich die Taufzeremonie zeigte, behauptete Kaschmirs Großmufti Bashir-ud-din Ahmad, Leiter eines der drei islamischen Scharia-Gerichte, es beweise, dass Pastor Khanna junge Muslime durch finanzielle Anreize zum Übertritt zum christlichen Glauben "lockt". Khanna bestreitet die Vorwürfe. Jeder ehemalige Muslim müsse vor seiner Taufe eine eidesstattliche Erklärung unterzeichnen, dass er zu diesem Schritt nicht genötigt oder überredet wurde. Die Allerheiligenkirche in Srinagar werde, so Pastor Khanna weiter, sonntags von vielen Muslimen besucht; die Kirche stünde jedem offen: "Ich kann niemanden bekehren; das ist das Werk des Heiligen Geistes. Und was lehre ich in der Kirche? Die Liebe Gottes. Ich bin dem Koran gegenüber nie respektlos gewesen." (Quelle: Compass Direct)
Gebetsanliegen
• Beten Sie für die wenigen Christen in der Kaschmir-Region. Sie sehen sich wach-sendem Extremismus und Verfolgung gegenüber.
• Beten Sie für die Christen, die ihren Wohnort verlassen und alles zurücklassen mussten. Sie fürchten, nicht wieder in die Region zurückkehren zu können.
• Beten Sie für die Christen muslimischer Herkunft, die wegen ihres Abfalls vom Islam bedroht werden. Beten Sie auch um Weisheit und Schutz für die Pastoren und Gemeindeleiter.
Open Doors Newsletter vom 20.01.12
Iran: Ungewöhnliches Ende einer Teestunde
Wie Christen trotz Verfolgungsdruck ihren Glauben leben und weitergeben
(Open Doors) - Trotz des unverminderten Verfolgungsdrucks auf Christen muslimischer Herkunft im Iran bilden sie den größten Teil der christlichen Minderheit in der islamischen Republik. Drei Viertel der etwa 460.000 Christen sind ehemalige Muslime, schätzt das Hilfswerk für verfolgte Christen Open Doors. Ihnen gilt primär die Schärfe der Verfolgung. Doch trotz des harten Kurses der Regierung und islamischer Geistlicher gründen Konvertiten weiter Hausgemeinden. Die meisten von ihnen sind durch TV- und Internetangebote zum christlichen Glauben gekommen. Viele von ihnen geben ihren neuen Glauben mutig an ihre Verwandten und Freude weiter, wie das Beispiel von Laleh zeigt.
Bei Tee und Gebäck
Seit einigen Jahren ist sie Christin. Über einen Glaubenskurs von Open Doors für Christen muslimischer Herkunft lernte die Perserin Laleh mehr über die Lehren der Bibel. Bei dieser Schulung erzählte sie: "Es gab mehrere Ereignisse, die mich über die Jahre näher zu Jesus gebracht haben: So schenkte mir meine Schwägerin eines Tages eine Bibel. Dann begann ich, christliche Sendungen im Fernsehen anzuschauen, und ich schloss mich einer kleinen Hausgemeinde an. Ich erlebte Gottes Frieden und seine Nähe, nach der ich mich jahrelang gesehnt hatte. Aber meine Verwandten waren über meinen Glaubenswechsel überhaupt nicht erfreut. Jeder von uns hatte die selbstverständliche Pflicht, ein guter Muslim zu sein. Regelmäßig betete ich für sie und bat Gott, mir einen Weg zu zeigen, wie ich ihnen vom Evangelium erzählen kann. Eines Tages kam mir eine Idee: Ich lud meine Familie zum Tee in meine Wohnung ein. In unserer Kultur ist das üblich und wird gern angenommen. Bei Tee, Süßigkeiten und Früchten redet man über dies und das und auch über Verwandte und Freunde und ihre Sorgen und Nöte.
Reden mit Gott neu entdeckt
"Gegen Ende der Teegesellschaft bedankte ich mich höflich bei meinen Verwandten für ihr Kommen", erzählt Laleh weiter. "Ich nahm all meinen Mut zusammen und schlug vor, zum Schluss gemeinsam für unsere Angehörigen und Freunde zu beten. Für einen Moment herrschte betretenes Schwiegen. In der Moschee werden die Gebete ja für gewöhnlich in Arabisch gesprochen. Sie stellen mir viele Fragen und ich antwortete, so gut ich konnte. Dann schlug ich vor, dass wir uns hinsetzen und Gott mit eigenen Worten zu sagen, was uns auf dem Herzen liegt. Und tatsächlich folgten sie meinem Vorschlag. Zaghaft beteten sie für die Menschen, über die wir während der vergangenen Stunden gesprochen hatten. Es war ein bewegender Moment. Ich möchte sie nun regelmäßig zum Tee einladen, denn mein größter Wunsch ist es, ihnen mehr von Jesus Christus, dem Sohn Gottes, zu erzählen. Bitte, betet für mich um Weisheit."
Gebetsanliegen
• Danken Sie für Laleh und dass ihr Glaube über die Jahre an Tiefe gewonnen hat.
• Beten Sie, dass ihre Verwandten auch weiterhin gerne zum Tee kommen und die Stimmung nicht kippt und sie sich gegen Laleh wenden. Viele Christen muslimischer Herkunft im Iran brennen darauf, ihren Verwandten und Freunden von ihrem neuen Glauben zu erzählen.
• Danken und beten Sie für die Schulungen und die anderen Projekte von Open Doors zur Stärkung und Ermutigung von Christen im Iran.
Open Doors Newsletter vom 13.01.12
Somalia: 40 Peitschenhiebe für junge Christin
Extremisten entführten Sofia Osman – Beten Sie für ihre vollständige Genesung und ihren Schutz
(Open Doors) - Unsere erste Meldung im neuen Jahr aus dem ostafrikanischen Somalia ist eine traurige: Sofia Osman, eine Christin muslimischer Herkunft, wurde von Anhängern der radikal-islamischen Gruppe Al Shabaab entführt und öffentlich ausgepeitscht. Aussagen einheimischer Informanten zufolge, sollte die 28-Jährige damit für ihren Glaubenswechsel vom Islam bestraft werden.
Die Menge jubelte
Sofia Osman stammt aus der etwa 200 Kilometer von der Hautstadt Mogadischu entfernten Großstadt Janale in der Region Lower Shabelle. Bereits im vorigen November war sie von den Extremisten verschleppt worden. Zur Auspeitschung vor Hunderten von "jubelnden" Zuschauern kam es am 22. Dezember. "Sie wurde um 15 Uhr mit 40 Hieben ausgepeitscht", so eine Augenzeuge gegenüber dem Informationsdienst Compass Direct. "Doch welche anderen Demütigungen sie durchleiden musste, als sie in den Händen ihrer Entführer war, wollte sie nicht sagen. Ich sah, wie sie ohnmächtig wurde und glaubte, sie sei an den Hieben gestorben. Doch sie kam wieder zu Bewusstsein und ihre Familie brachte sie fort."
Untergrundgemeinde geistliches Zuhause
Daheim versorgte die Familie ihre blutenden Wunden. "Bitte betet für ihre schnelle Genesung", bat der Augenzeuge. Sofia Osman entstammt einer traditionell muslimischen Familie. Vor vier Jahren wurde sie Christin und gehört einer Untergrundgemeinde aus anderen ehemaligen Muslimen an.
Aufgrund ihres Glaubens werden in Somalia immer wieder Christen von Islamisten entführt und teilweise brutal ermordet. Insbesondere die Al Shabaab-Miliz gewinnt an Stärke und kontrolliert weite Teile des Landes im Süden.
Somalia belegt auf dem Weltverfolgungsindex von Open Doors Platz 4 in der Rangliste der Länder, in denen Christen am stärksten verfolgt und benachteiligt werden. Die Lage für Christen in dem Land am Horn von Afrika hat sich verschlechtert.
Gebetsanliegen
• Beten Sie für die junge Sofia, dass Gott sie von ihren körperlichen wie auch seelischen Wunden heilt.
• Danken Sie für die kleinen, verstreuten Untergrundgemeinden aus Christen muslimischer Herkunft. Ihr Glaubenswechsel wird von radikalen Muslimen, doch häufig auch von der eigenen Familie wie ein Verbrechen angesehen.
• Beten Sie um Schutz und Bewahrung für die Leiter von Untergrundgemeinden. Sie brauchen viel Weisheit in ihrem Dienst.
Open Doors Newsletter vom 06.01.12
Nigeria: Trauriger Jahresbeginn für Christen
Erneut Kirche angegriffen - Angreifer schossen um sich - Sechs Menschen starben
(Open Doors) - Die Christen im Norden Nigerias kommen nicht zur Ruhe. Gestern Abend haben bewaffnete Angreifer eine Kirche in Gombe im Nordosten Nigerias überfallen. Berichten zufolge wurden dabei mindestens sechs Menschen getötet. Weitere seien verletzt worden. Die Gemeinde "Deeper Life Church" feierte gerade ihren Abendgottesdienst, als mehrere Männer das Feuer auf die Besucher eröffneten. Vermutet wird, dass die radikal-islamische Sekte "Boko Haram" hinter dem Anschlag stehen könnte. Unter Christen ist die Angst vor weiteren Anschlägen allgegenwärtig. Das Hilfswerk Open Doors bittet, den nigerianischen Christen und insbesondere den Angehörigen der Opfer im Gebet beizustehen.
Blutige Weihnachten
Anfang des Jahres hatte "Boko Haram" (zu Deutsch: moderne Erziehung ist Sünde) alle Christen ultimativ aufgefordert, innerhalb von drei Tagen den überwiegend muslimischen Norden Nigerias zu verlassen. Muslime aus dem Süden sollten in die nördliche Region zurückkehren. Die Extremisten wollen die strikte Anwendung der islamischen "Scharia"-Gesetze in ganz Nigeria erreichen. Die Gruppierung, die sich auch "Taliban Nigerias" nennt, ist für mehrere Bombenanschläge und brutale Angriffe insbesondere auf Christen in dem westafrikanischen Land verantwortlich. An Weihnachten starben bei Anschlägen auf Kirchen über 40 Menschen. Zu den Gewaltakten unter anderem nahe der Hauptstadt Abuja hatte sich die "Boko Haram" bekannt. Bei dem Bombenanschlag auf die "St. Theresa"-Kirche in Madalla starben mindestens 30 Menschen.
Vorrückt im Weltverfolgungsindex
Das vergangene Jahr war ein Jahr des Terrors für Christen im Norden des bevölkerungsreichsten afrikanischen Landes. Auf dem in dieser Woche neu erschienenen Weltverfolgungsindex 2012 von Open Doors ist Nigeria von Platz 23 auf den 13. Rang vorgerückt. Diese Rangliste zeigt, in welchen Ländern Christen am stärksten verfolgt und benachteiligt werden. Bestätigten Berichten zufolge verloren in Nigeria im vorigen Jahr mindestens 300 Christen ihr Leben. Die Dunkelziffer könnte zwischen 1.000 und 1.500 liegen.
Gebetsanliegen
• Beten Sie, dass dem Terror ein Ende gesetzt wird. Zwar hat der nigerianische Präsident Goodluck Jonathan "Boko Haram" den Kampf angesagt, doch die Gruppe scheint Berichten zufolge sehr gut organisiert, und es liegen kaum Informationen über ihre Struktur vor.
• Beten Sie dafür, dass Christen auf die zunehmenden Anschläge nicht mit Gegengewalt reagieren.
• Beten Sie um Gottes Eingreifen, dass Anhänger der "Boko Haram" sich von ihrem grausamen Kampf gegen Andersdenkende und –gläubige abwenden
Open Doors Newsletter vom 23.12.2011
Uganda: Susan kann wieder lachen
14-Jährige aus Krankenhaus entlassen – Freundin sagt nach Besuch: "Gott tut Wunder"
(Open Doors) - Ihre Geschichte hat Menschen in vielen Ländern bewegt: Die 14-jährige Susan Ithungu aus dem ostafrikanischen Uganda wurde über Monate von ihrem Vater eingesperrt. Sie hatte sich geweigert, ihrem Glauben an Jesus Christus abzuschwören. Als Nachbarn Susan aus ihrem Martyrium befreiten, war das Mädchen abgemagert und hatte Lähmungserscheinungen. Open Doors startete eine weltweite Gebets- und Schreibaktion. Ermutigung und Trost sollten sie stärken.
In dieser Woche erhielten wir eine E-Mail von Iris aus Uganda. Sie ist Ergotherapeutin und hat Susan ein Jahr lang im Krankenhaus betreut. Iris schreibt:
"Ich freue mich, dass Susan Unterstützung durch Mut machende, segensreiche Briefe erhält. Gott tut Wunder, und die Geschichte von Susan ist mehr als ein Wunder! Sie kam im Oktober 2010 stark unternährt und mit unglaublichen Schmerzen in den Beinen ins Krankenhaus. Sie hat eine schlimme Vergangenheit hinter sich, in der sie für drei Monate in einem dunklen Raum eingesperrt war – und das nur, weil sie sich taufen ließ. Susan konnte sich nicht bewegen und hat bei der kleinsten Berührung vor Schmerzen geschrien und geweint. Nach vielen schmerzhaften Prozeduren wurde sie schließlich im Februar in Kampala operiert. Doch dabei kam es zu einem Knochenbruch, da Susan auch unter Osteoporose leidet. Mit noch stärkeren Schmerzen kam sie zurück ins Kagando Hospital. Keiner hat mehr daran geglaubt, dass sie jemals in der Lage sein würde, an Krücken zu gehen, geschweige denn zu stehen. Oftmals haben meine Kollegin und ich uns gefragt, was wir noch tun können. Wir haben einfach nur mit ihr gebetet, in der Bibel gelesen, mit ihr gespielt oder gemalt. Das hat ihrer Seele gutgetan."
Am Ende wollten die Ärzte und auch Spezialisten aus dem Ausland keine Operation mehr wagen, schreibt Iris weiter. Aus medizinischer Sicht konnte nichts mehr für Susan getan werden.
Kleine Schritte
Inzwischen ist das Mädchen aus dem Krankenhaus entlassen worden und lebt bei seiner Tante. Iris hat sie dort vor zwei Wochen besucht. Susan ist auf Gehhilfen angewiesen, da sie ihre Beine nicht bewegen kann. Leider hat sich der Zustand des linken Beins verschlimmert; es ist ganz steif, und bei der kleinsten Bewegung bricht Susan in Tränen aus. Doch sie kann sich schon wieder alleine waschen, anziehen und auf die Toilette gehen. "Das ist wirklich ein Wunder", schreibt Iris. "Was mich am meisten beeindruckt, ist ihr Ehrgeiz, ihr starker Wille und ihre Fröhlichkeit. Obwohl ihre Lage so aussichtslos war, hat sie immer gestrahlt und war bereit, viele Schmerzen zu ertragen. Sie ist mir sehr ans Herz gewachsen und für mich auch etwas Besonderes. Ich weiß jetzt schon, dass sie für viele Menschen ein Zeugnis sein wird!
Viele liebe Grüße, Iris aus Uganda"
Gebetsanliegen
- Danken Sie, dass es Susan besser geht und sie trotz der Schmerzen und der Lähmungen wieder lachen kann.
- Beten Sie, dass Susan weitere Heilung erfährt und ihre Beine wieder bewegen kann.
Beten Sie, dass sie ab Januar auf eine Schule gehen kann.
Open Doors Newsletter vom 16.12.2011
Saudi-Arabien: Gute Nachrichten im Fernsehen
Christliche TV-Satellitenprogramme für die Menschen im Herzen Arabiens
(Open Doors) - "Ich sitze vor dem Fernseher und weine", beginnt Ahmad* aus Saudi-Arabien seine Lebensgeschichte. "Doch dann danke ich dem Herrn von ganzem Herzen."
"Geboren und aufgewachsen bin ich in einer islamischen Kultur. Ich kannte nichts anderes als den Islam. Aber Frieden, also eine tiefe innere Ruhe, habe ich nicht gefunden", erzählt er weiter. Über Satellit kann Ahmad unzählige Fernsehprogramme empfangen. Er stieß auf christliche Sendungen in Arabisch. Aufgrund der Predigten, Bibelauslegungen und der vielen Zeugnisse von ehemaligen Muslimen, die zum Glauben an Jesus gekommen sind, entschied sich Ahmad schließlich selbst für den christlichen Glauben. Saudi-Arabien folgt einer sehr strengen Form des sunnitischen Islam: dem Wahhabismus. Jeder Bürger ist diesem religiösen System unterworfen. Abtrünnige werden hart bestraft. "Ich hatte große Angst, anderen von meinem neuen Glauben zu erzählen. Bis heute weiß niemand in meiner Familie oder von meinen Freunden, dass ich Christ bin. Die Angst vor den Konsequenzen hat sich tief in mein Herz gebrannt", erzählt er.
Zuschauerfragen gestiegen
Ahmad ist einer von vielen anderen Saudis, die erst vor Kurzem durch arabisches christliches Satelliten-Fernsehen zum Glauben an Jesus gekommen sind. Das Interesse an den Programmen unter muslimischen Arabern ist unerwartet hoch. In den Sendungen werden auch Kontakttelefonnummern und E-Mailadressen für die Zuschauer angegeben. Immer mehr Zuschriften erreichen die Sender, die ihren Sitz im Ausland haben. "Gott tut wirklich viele Wunder in Saudi Arabien", ist Open Doors-Mitarbeiter Bruce* überzeugt. "Manchmal kommen Araber durch die Sendungen zum christlichen Glauben, manchmal erscheint ihnen aber auch Jesus in einem Traum, und sie machen sich auf die Suche nach dem Propheten aus ihrem Traum.
Einige Reaktionen
Arif*, ein junger Mann, schrieb: "Ich habe mein Jurastudium beendet und arbeite nun als Anwalt. Vor einem Jahr begann ich, eure Programme zu schauen. Ich habe viel über christliche Lebensführung, Liebe und Vergebung erfahren. Ich finde, die Botschaft von Jesus gibt die Zusicherung der Rettung und des ewigen Lebens. Ich habe mich entschieden, mein Leben Jesus anzuvertrauen. Bitte betet für mich."
Ein anderer Saudi schrieb, aus Angst davor, seine Familie könnte ihn verstoßen, halte er seinen Glauben geheim. Auf der Pilgerfahrt nach Mekka, während er die Kaaba umkreiste, betete er zu Jesus. Eine Muslima wollte mehr über das Eheleben von Christen wissen. Eine andere schrieb, sie habe die Bibel auf ihrem Computer gespeichert, und auch ihre Schwester sei inzwischen Christin. Eines Tages habe ihr Bruder davon erfahren, doch seine Reaktion war absolut unerwartet: Er sagte den Schwestern, es sei ihre freie Entscheidung, wem sie nachfolgen.
*Name geändert
Gebetsanliegen
- Danken Sie für die arabischen TV-Programme, durch die die Gute Nachricht von Jesus Christus mitten ins Herz von Arabien gelangt. Danken Sie für jeden einzelnen enga-gierten Mitarbeiter.
- Beten Sie für die Zuschauer, besonders für jene, die noch auf der Suche nach Antworten sind.
- Beten Sie für die Christen muslimischer Herkunft in Saudi-Arabien und anderen Ländern, die ihren Glauben geheim halten müssen.
Open Doors Newsletter vom 09.12.2011
Nigeria: Trost spenden nach dem Angriff
Versprechen gegeben: Christen weltweit beten für Opfer brutaler Übergriffe
(Open Doors) - Allein im vergangenen Monat wurden im Norden Nigerias 200 Christen bei verschiedenen Angriffen durch Extremisten getötet. Zahlreiche Männer und Frauen wurden verletzt. Große Trauer herrscht auch in der überwiegend von Christen bewohnten Ortschaft Gargare in der Region Bogoro (Bauchi). Dort töteten radikale Muslime vier Frauen.
In der Nacht des 19. Novembers stürmten bewaffnete Extremisten in das Dorf und feuerten zunächst Schüsse in die Luft. Die vermummten Männer skandierten islamische Parolen vom Heiligen Krieg. Dann drangen sie in die Häuser ein und schlugen mit Machteten auf die völlig verängstigten Menschen ein. Sie stellten die Dorfbewohner vor die Wahl: "Tretet zum Islam über und rettet euer Leben oder sterbt.". Einige Frauen, die sich weigerten, ihren Glauben an Jesus aufzugeben, wurden mit scharfen Macheten an Armen und Beinen verletzt. Über eine Stunde dauerte der Angriff, dann flohen die Männer. Schnell brachte man die Verletzten in das Bogoro General Hospital.
An Gottes Gegenwart erinnert
Mitarbeiter von Open Doors haben die Verletzten an ihrem Krankenbett besucht. Unter ihnen ist auch die 27-jährige Sarauniya Zakka. Sie erzählte: "Ich war das erste Opfer. Als ich den Lärm auf der Straße hörte, öffnete ich die Tür. Kaum hatte ich nach draußen gesehen, da bekam ich auch schon einen Schlag auf meinen Kopf. Ich hielt mein schreiendes Kind im Arm. Um es zu schützen, warf ich mich auf den Boden und bedeckte es mit meinem Körper. Doch ich konnte weder das Baby noch mich selbst schützen. Ich bat sie, mein Kind zu verschonen. Aber dafür sollte ich meinem Glauben abschwören. Das ist alles, an was ich mich erinnere. Ich bin erst wieder im Krankenhaus aufgewacht."
Für unsere Mitarbeiter sind die Besuche im Krankenhaus nicht einfach. Sie sind zutiefst betroffen von den Berichten der Opfer aus jener Nacht. Die schrecklichen Ereignisse stehen den Christen ins Gesicht geschrieben. Unsere einheimischen Mitarbeiter versuchen, ihnen Trost zu spenden und erinnern sie an Gottes Gegenwart und seine Verheißungen an alle, die um ihres Glaubens willen leiden. Ein wichtiger Bestandteil der Besuche ist das Gebet. Diese Solidarität und der geistliche Beistand sind von unschätzbarem Wert.
Unsere Mitarbeiter haben sich von den verletzten Glaubensgeschwistern mit dem Versprechen verabschiedet, Christen weltweit zu bitten, ebenfalls für sie zu beten. Wir geben diese Bitte an Sie weiter.
Gebetsanliegen
- Beten Sie für die Familien, die bei den Angriffen Angehörige verloren haben. Möge Gott ihnen nahe sein und sie trösten.
- Beten Sie für die vollständige Genesung der Verletzten.
- Beten Sie auch für unsere Mitarbeiter vor Ort.
Open Doors Newsletter vom 02.12.2011
Bangladesch: Neugier mit Folgen
Latifs Interesse am christlichen Glauben veränderte in mehrfacher Hinsicht sein Leben
(Open Doors) - Latifs Glaubensweg war vorbestimmt. Kurz nach der Geburt flüsterte ihm sein Vater das muslimische Glaubensbekenntnis ins Ohr. Damit galt er als Muslim. Doch im Laufe der Zeit wuchs Latifs Neugierde am christlichen Glauben. Dieses Interesse sollte sein Leben in mehrfacher Weise verändern.
Die Probleme begannen vor acht Jahren: Latif stammt aus Satkhira, einer Stadt im Südwesten von Bangladesch. Eines Tages suchte er einen Priester auf. Er wollte wissen, was die Christen glauben. Doch der Geistliche mochte sich darüber nicht mit ihm unterhalten; möglicherweise um seine Kirche zu schützen. Denn wie in vielen islamisch geprägten Ländern gilt auch in Bangladesch: Ein Gespräch mit einem Muslim über das Evangelium könnte als Bekehrungsversuch ausgelegt werden und damit schwere Konsequenzen nach sich ziehen. Doch Latif blieb rastlos. Immer wieder stellte er Fragen. Die Nachbarn setzten seine Eltern und Verwandten unter Druck, Latifs Neugier Einhalt zu gebieten.
Busfahrt mit Folgen
Schließlich wurden die ständigen Schikanen durch seine Familie und Nachbarn so unerträglich, dass Latif mit seiner Frau in ein Dorf in der Region Kusthia ziehen musste. Von dort stammt seine Frau. Sie kauften ein Stück Land und bauten ein Haus. Eines Tages fiel Latif während einer Busfahrt ein Fahrgast auf. Vielleicht war es seine Kleidung oder die Art, wie er sprach: Er musste ein Pastor sein, dachte Latif bei sich. Er sprach ihn an und tatsächlich, der Mann war ein Pastor und erzählte ihm mehr über den christlichen Glauben. "Wir blieben in Kontakt, und nach einigen Monaten wollte ich ein Nachfolger Jesu werden", erinnert sich Latif. "Vor sechs Jahren ließ ich mich taufen und wurde Mitglied einer Gemeinde, zu der auch andere ehemalige Muslime gehören."
Apotheke und mehr
Als seine muslimischen Nachbarn und die Schwiegereltern in Kusthia von seinem "Abfall" vom Islam erfuhren, beschimpften, verspotteten und mieden sie Latif. Entmutigt wandte er sich an seinen Freund, den Pastor. Der empfahl ihm, statt das Dorf zu verlassen, an einem medizinischen Ausbildungskurs teilzunehmen. So meldete sich Latif beim "Rural Doctors' Training Program" an, durch das Open Doors seit 2006 Christen muslimischer Herkunft eine Möglichkeit bietet, selbst für ihren Lebensunterhalt zu sorgen. In der Hauptstadt Dhaka durchlief Latif den Kurs. Er lernte Basiswissen über Gesundheitsvorsorge und wie man kleinere Verletzungen versorgt. Voriges Jahr machte er seinen Abschluss. Mit einer Erstausstattung an medizinischem Gerät und einer kleinen Apotheke wollte er in Kusthia den Dorfbewohnern helfen. Doch er stieß auf Widerstand. "Sie sagten, ich solle erst zum Islam zurückkehren und verboten mir, im Dorf zu bleiben. Sie wurden so aggressiv, dass ich mein Haus verkaufte und in meinen Heimatort Satkhira zurückkehrte." Satkhira ist eine Stadt mit über 80.000 Einwohnern. Dort eröffnete er eine kleine Praxis.
Heute sagt er: "Es ist erstaunlich. Hier gibt es so viele Ärzte und Apotheken, aber die Menschen kommen zu mir, dem Christen. Nicht nur habe ich jetzt ein eigenes Einkommen: Es gibt so viele Gelegenheiten, Patienten von meinem Glauben zu erzählen. Drei Menschen sind schon Christen geworden."
Gebetsanliegen
- Danken Sie für die Veränderungen in Latifs Leben, in mehrfacher Hinsicht.
- Beten Sie für eine Versöhnung mit seiner Familie.
- Danken und beten Sie für die Projekte von Open Doors in mehreren Ländern, um Christen muslimischer Herkunft eine neue Perspektive zu geben.
Open Doors Newsletter vom 25.11.2011
Unruhen in Ägypten: Christen in Kairo bitten um Gebet
Angespannte Lage vor den Parlamentswahlen - Open Doors sprach mit jungen Christen
(Open Doors) - In Ägypten ist die Stimmung vor den Wahlen äußerst angespannt. Noch steht der Termin am Montag, dem 28. November. An diesem Tag sollen die Ägypter zum ersten Mal frei über ein Parlament abstimmen. Seit Tagen wird auf dem Tahir-Platz im Herzen von Kairo gegen den Militärrat demonstriert. Die Armee ging mit Tränengas und Gummigeschossen gegen die friedlichen Demonstranten vor. Bislang gab es über 30 Tote und mehr als 200 Verletzte. Sie wurden in provisorischen Lazaretten behandelt. Auch eine in der Nähe des Platzes angesiedelte Kirche hat ein Nothospital im Hof ihres Gebäudes eingerichtet.
Unverminderte Angriffe
Auch nach dem Sturz des langjährigen Machthabers Mubarak ist es immer wieder zu Gewalt gegen Christen gekommen. In Kairo waren deshalb am 9. Oktober überwiegend koptische Demonstranten vor das Fernsehgebäude gezogen, um gegen die Angriffe auf Kirchen und Christen zu protestieren. Die friedlich begonnene Kundgebung endete in einem Gewaltexzess: Schlägertrupps griffen Christen an; das Militär ging mit Panzern gegen die Menschengruppen vor. 26 Menschen starben, hunderte wurden verletzt. Die meisten Opfer sollen Christen gewesen sein. Am 17. November wurden Kopten bei einem Gedenkmarsch für die Opfer des 9. Oktobers von Anwohnern mit Steinen und Molotowcocktails angegriffen. 30 Menschen wurden verletzt.
Gebetsanliegen aus Kairo
In der vergangenen Woche besuchte ein Team von Open Doors junge Christen in Kairo. Diese äußerten sich sehr besorgt über die Zukunft des Landes und bitten Christen um Gebet. Einige ihrer Gebetsanliegen wollen wir hier weitergeben und dazu einladen, gemeinsam mit Christen in Ägypten zu beten.
- "Wir sind ein Leib, wir sind Brüder und Schwestern im Herrn Jesus Christus, und wir halten zusammen. Wir wollen beten, dass Jesus das ganze Land verändert. Wir wünschen uns, dass ihr mit uns für die Regierung betet und für die politische Situation. Wir sind sicher, dass nur das Gebet die Situation verändern kann." Rommel aus Kairo
- "Wir wollen für die Menschen in Ägypten beten und besonders für die jungen Leute. Wir wollen ein Zeugnis für Jesus sein. Das ist das Wichtigste. Bitte betet für die Gemeinde Jesus hier, dass wir gerade in dieser unruhigen Zeit eins werden und nicht auf die Unterschiede schauen." Nadine aus Kairo
"Bitte betet auch für die vielen Straßenkinder. Viele von ihnen haben es sehr schwer. Sie werden sexuell missbraucht und haben niemanden, der sie beschützt. Viele von ihnen nehmen Drogen. Ich bin sehr froh, dass wir zu einer Familie Gottes gehören. Ich liebe es, wenn Christen zusammen kommen und beten. Denn Jesus sagte, wenn zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da ist er mitten unter ihnen." Nadine aus Kairo
Open Doors Newsletter vom 18.11.2011
Äthiopien: Witwe erneut in Trauer
Sintayehu verlor erst ihren Mann, nun auch ihren Sohn Abush
(Open Doors) - Vor fast einem Jahr verlor Sintayehu Lagiso aus Äthiopien ihren Mann Markos. Die Witwe hatte kaum seinen Tod verwunden, da erreichte sie vor wenigen Tagen die nächste traurige Nachricht: Ihr Sohn Abush wurde am 5. November bei einer Explosion an seinem Arbeitsplatz in Herina Town getötet. Abush arbeitete dort als LkW-Beifahrer. Was die Explosion ausgelöst hatte, ist unklar. Erst kürzlich kehrten unsere Mitarbeiter von einem Besuch bei der Familie Lagiso in der Region Oromia zurück. Sie bitten Christen weltweit, für die Familie zu beten.
Rückblick: Heimtückischer Mord
Im vorigen Dezember wurde Sintayehus Mann Markos heimtückisch umgebracht. Er war gerade auf dem Nachhauseweg von seinem Restaurant in Senkele, als ein bislang unbekannter Mann ihn von hinten mit einer Machete angriff. Die Familie lebt in einer überwiegend von Muslimen bewohnten Region in Äthiopien. Der Mitte 50-Jährige Markos Lagiso war bis zu seinem Tod ein erfolgreicher Geschäftsmann und aktives Mitglied der "Full Gospel Church" in Senbet-Senkele gewesen. Er hatte die Kirche finanziell unterstützt. Darin sehen Kirchenmitglieder auch das Motiv für seine Ermordung. In den vergangenen Jahren kam es immer wieder zu Konflikten zwischen Muslimen und Christen in muslimisch dominierten Gebieten Äthiopiens. Nach dem Tod ihres Mannes musste Sintayehu ihr Land unter Preis verkaufen. Da sie die jüngeren Kinder nicht mehr allein versorgen konnte, bat sie Verwandte, sie vorerst bei sich aufzunehmen.
Und Gott sandte Hilfe
Um der Witwe in ihrer Trauer um ihren Mann beizustehen, hatte Open Doors zu einer weltweiten Briefschreibaktion für die Familie Lagiso aufgerufen. Hunderte Briefe und Karten konnten unsere Mitarbeiter in den darauffolgenden Monaten Sintayehu und ihren sieben Kindern im Alter zwischen zehn und 25 Jahren überreichen. Durch die Post wurde die Witwe stark ermutigt. Sie begriff, dass Gott andere Menschen geschickt hatte, um ihr und ihrer Familie in dieser Zeit beizustehen. Sie bedankte sich dafür mit den Worten: "Ich danke Gott. Nach dem Tod meines Mannes haben viele Menschen für uns gebetet. Und dafür danke ich auch euch."
Möge Sintayehu nach dem Tod ihres Sohnes nun in gleicher Weise getröstet werden. Bitte beten Sie dafür.
Gebetsanliegen
- Beten Sie für Sintayehu und ihre sechs Kinder. Möge Gott sie durch diese schwere Zeit führen. Der Verlust von Vater und Bruder schmerzt sie sehr.
Beten Sie dafür, dass Gott die Witwe stärkt und ermutigt. Ihr verstorbener Sohn hat die Familie auch finanziell unterstützt
Open Doors Newsletter vom 11.11.2011
Tadschikistan: Unerwartete Wende
Wie aus Feinden, Nachfolger Jesus wurden.
(Open Doors) - In islamisch geprägten Ländern ist der Glaube an Jesus nicht selten verbunden mit harten Konsequenzen. Das gilt besonders dann, wenn sich ein Muslim entscheidet, Jesus Christus nachzufolgen und dafür den von Familie und Tradition vorbestimmten Weg des Islam verlässt. Auch Rusia aus dem zentralasiatischen Tadschikistan musste dies schmerzlich erfahren. Doch ihre Geschichte ist auch ein Beispiel dafür, wie Gott Menschen, die dem christlichen Glauben einst feindlich gegenüberstanden, zu Nachfolgern Jesu macht.
Bruch mit der Familie
Rusias Geschichte dürfen wir zwar erzählen, doch sie bittet darum, ihren richtigen Namen oder persönliche Details geheim zu halten. Vor zehn Jahren kam die ehemalige Muslima zum Glauben an Jesus. Ihr Ehemann verspottete sie immer wieder für ihren Glaubenswechsel. Doch nach einigen Jahren wurde auch er Christ. Seitdem sprechen die Eheleute gemeinsam mit Tadschiken und auch Usbeken über ihre Lebenswende und geben das Evangelium weiter. Rusias Familie und all ihre Verwandten wollten von all dem jedoch nichts hören. Ihr Vater verbot ihr sogar, die Eltern jemals wieder zu besuchen - es sei denn, sie kehre zum Islam zurück. Rusia, ihr Mann und auch ihre Gemeinde beteten fortwährend um eine Versöhnung. Und tatsächlich: "Nach zwei Jahren intensiven Betens hat Gott die Herzen meiner Familie angerührt", erzählt sie. "Ich durfte sie wieder daheim besuchen." Bei einem Besuch des Paares war auch Rusias Neffe zu Gast. Seit seiner Kindheit hatte er unaufhörlich Schmerzen im Bein. Rusia bot an, für ihn zu beten. Er war einverstanden, und sein Bein wurde gesund. Ihre Familie sah dies als ein Wunder jenes Gottes an, an den Rusia glaubt – und entschied sich geschlossen, von da an auch diesem Gott nachzufolgen.
Zur Bibelstunde per Esel
Doch Gott wirkte nicht nur an den Herzen der Familie: Im Haus von Rusia Eltern entstand eine kleine Hausgemeinde. Nun treffen sich dort viele ehemals entschiedene Gegner des christlichen Glaubens zu Bibelstunden und Gebet. Um die Familie hierbei anzuleiten, legt Rusia jedes Mal 200 Kilometer Wegstrecke zurück. Manchmal nimmt sie dafür auch ihren Esel. Wenn sie aufgrund schlechten Wetters nicht reisen kann, greift sie zum Telefon und predigt einfach durch den Hörer zu ihrer Familie.
Gebetsanliegen
- Danken Sie Gott für sein Eingreifen in Rusias Leben und das ihrer gesamten Familie.
- Beten Sie, dass diese kleine Hausgemeinde im Glauben und Vertrauen auf Gott weiter wachsen kann.
- Beten Sie bitte auch um Bewahrung für Rusia und ihren Mann, wenn sie die Familie besucht.
Open Doors Newsletter vom 04.11.2011
Pakistan: Asia Noreen weiter im Gefängnis
Christin und Mutter von fünf Kindern wurde zum Tode verurteilt
(Open Doors) - Vor fast genau einem Jahr - am 8. November 2010 - wurde Asia Noreen (auch bekannt als Asia Bibi) aus der pakistanischen Ortschaft Ittanwali wegen Beleidigung des Islams zum Tod durch Erhängen verurteilt. Noreen bestreitet die Vorwürfe und hat Berufung eingelegt. Noch immer sitzt sie im Gefängnis und fürchtet, dass das Urteil jederzeit vollsteckt werden könnte. Nach Morddrohungen durch Extremisten musste auch ihr Mann mit den fünf Kindern untertauchen. Zwei hochrangige pakistanische Politiker, darunter ein muslimischer Gouverneur, hatten sich für die Freilassung der 46-jährigen Christin eingesetzt und wurden umgebracht. Weltweit hatte das Hilfswerk Open Doors nach dem Urteilsspruch zum Gebet für Asia Noreen aufgerufen und bittet auch weiterhin, für sie und ihre Familie zu beten.
Kopfgeld ausgesetzt
Bei einem Besuch ihres Mannes Ashiq Masih im Gefängnis von Sheikhupura bat sie: "Bitte sag allen, dass sie für mich beten sollen!" Ihr Ehemann berichtet weiter: "Sie weiß, dass radikale Muslime ein Kopfgeld auf sie ausgesetzt haben und alles tun werden, um sie zu töten. Ich habe versucht, sie zu trösten. Aber sie weiß, dass es wirklich schlecht steht. Sie sorgt sich sehr um unsere Kinder." Asia Noreen ist die erste Frau, die in Pakistan wegen Blasphemie zum Tode verurteilt wurde. Auslöser war ein Streit mit muslimischen Arbeiterinnen über den christlichen Glauben. Schon oft hatten Dorfbewohner versucht, Noreen zum Islam zu bekehren. Doch jedes Mal war sie standhaft geblieben. Sie und ihr 52-jähriger Mann waren mit zwei anderen Familien die einzigen Christen in der Ortschaft, in der 1.500 Familien leben.
Gefahr im Gefängnis
Der Fall wurde international kritisiert. Doch seit einiger Zeit ist es ruhiger geworden, denn Anwälte und Organisationen, die sich für die Christin einsetzen, haben entschieden, in der Öffentlichkeit zurückhaltend zu sein. Die öffentliche Aufmerksamkeit hatte die Stimmung gegen Asia Noreen und ihre Familie noch weiter angeheizt. Doch hinter den Kulissen wird weiter versucht, Noreen mit den Mitteln der stillen Diplomatie frei zubekommen. Auch wenn Bundesbehörden versichert haben, die Christin werde im Gefängnis vor Angriffen geschützt, ist die Sorge um ihre Sicherheit groß. Im Oktober hatte eine Polizistin sie in ihrer Zelle verprügelt.
Gebetsanliegen
- Beten Sie für Asia Noreen, dass sie die schwere Zeit im Gefängnis gut übersteht. Wenngleich die Einzelhaft ihrem persönlichen Schutz dient, ist sie doch dadurch von jeglicher Gemeinschaft mit anderen Menschen abgeschnitten.
- Beten Sie, dass es zu keinen weiteren Angriffen auf sie kommt.
- Beten Sie um Schutz und Bewahrung für ihre Familie. Möge Gott die Familie immer wieder ermutigen und trösten.
Beten Sie um Weisheit für die Anwälte von Asia Noreen. Auch sie sind vor Drohungen und Angriffen durch Extremisten nicht sicher.
Open Doors Newsletter vom 28.10.2011
Ein Jahr nach der Geiselnahme in Bagdad
Irakische Christen sagen: "Danke für euren Beistand!" - Buch der Ermutigung spendete Trost
(Open Doors) - Vor fast genau einem Jahr - am 31. Oktober 2010 - kam es in einer Kirche in Bagdad zu einem Blutbad. 58 Menschen starben, die meisten von ihnen waren Christen. Dieser grausame Angriff löste weltweit Bestürzung aus. Kurz danach zeigten Christen aus 20 Nationen auf ungewöhnliche Art den Betroffenen und Familien der Opfer ihre Solidarität. Sie schreiben hunderte von Ermutigungsbriefen nach Bagdad. Dieses Zeichen der Verbundenheit beeindruckte die dortigen Christen sehr. Sie lassen die vielen Beter nun wissen: Eure Verbundenheit stärkt uns!
Rückblick: Am Abend des 31. Oktober 2010 hatte sich die Gemeinde gerade zur Abendmesse versammelt. Plötzlich drangen acht islamische Terroristen in die Kirche ein und nahmen die Gottesdienstbesucher als Geiseln. Bevor die Sicherheitskräfte die Kirche stürmten, hatten die Extremisten damit begonnen, Geiseln zu töten. Als Polizisten begannen in die Kirche einzudringen, zündeten die Geiselnehmer ihre Sprenggürtel.
Gebündelte Gebete
Wenige Tage nach dem Blutbad rief das Hilfswerk Open Doors zu einer weltweiten Schreibaktion auf. Christen in Bagdad sollten in ihrer Trauer nicht allein bleiben. Die Reaktion war überwältigend: Christen aus 20 Nationen schrieben hunderte von ermutigenden Grüßen, darunter auch Postkarten mit weihnachtlichen Motiven sowie von Kindern gemalte Bilder. Eine Auswahl der Einsendungen wurde in ein 250 Seiten starkes Buch gebündelt. Es wurde vervielfältigt und bei einem Gedenkgottesdienst den Überlebenden und anderen Christen in Bagdad überreicht.
Antwort aus Bagdad
Wie sehr dieser Akt geschwisterlicher Liebe den Christen in ihrer Trauer geholfen hat, zeigen die untenstehenden Antwortgrüße von Christen aus Bagdad.
"Ein Brief an alle Geschwister des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe. Seid tapfer und fürchtet euch nicht, ihm in schwierigen Zeiten nachzufolgen; so wie wir das gerade im Irak erleben und ganz besonders in Bagdad...Nun verstehe ich, dass ich in dieser Welt bin nicht nur um zu essen oder vornehme Kleidung zu tragen oder zu heiraten und Kinder zu haben oder um einen sicheren Ort zu finden, um dort zu leben. Ich lebe, um Gott zu lieben und in dieser Liebe immer mehr zu wachsen...Ich bitte ihn um Weisheit, und dass er mir die Entschlossenheit schenkt, zu vergeben und zu lieben." Samar Amel
"Ich will deine Liebe allen Menschen bringen, die um deiner Liebe willen leiden. Vielen Dank an alle, die für uns gebetet haben. Wir, die Christen im Irak, lieben euch." Hiba N.
"Geliebte Brüder und Schwestern auf der ganzen Welt, eure Gebete haben unsere Herzen mit Wärme erfüllt und uns Kraft gegeben. Alles wird gut werden und alle Dinge werden sich zum Guten wenden." Marwan A.
Gebetsanliegen
- Danken Sie, dass dieses Buch der Ermutigungen den Christen in Bagdad zum Segen geworden ist.
- Beten Sie, dass irakische Christen nicht in den Mut verlieren und in ihrem Glauben stark bleiben, damit sie durch die Zeiten von Verfolgung und Bedrängnis durchstehen.
- Beten Sie besonders für die Kinder, die in dieser gefährlichen Atmosphäre aufwachsen.
Open Doors Newsletter vom 21.10.2011
Libyen: Wie sieht die Zukunft der Christen aus?
Gemeindeleiter aus Tripolis: "Wir beten für unser Land"
(Open Doors) - Nach dem Sturz des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi scheint für das nordafrikanische Libyen der Weg in eine neue Zukunft frei zu sein. Der Übergangsrat hatte im September erklärt, Libyen werde als gemäßigter islamischer Staat entsprechend der Scharia zu einem demokratischen Rechtsstaat aufgebaut. Wird dies Realität, dann wird die Scharia, also das islamische Recht, die Richtschnur für alle Gesetzgebung und Rechtsprechung sein.
Zukunft der Christen
Für Prognosen zur künftigen Situation der Christen ist es noch zu früh. Doch bangen Libyens Christen um ihre Zukunft. Schon heute halten die wenigen Christen muslimischer Herkunft ihren Glauben lieber geheim. Unter der 42-jährigen Gaddafi-Ära durften ausländische Christen Gottesdienste feiern, auch wenn am Eingang ihrer Kirchen Sicherheitskräfte postiert waren. Doch es war ein durch das diktatorische Regime überwachter Glaube, für den ein weitreichendes Netz aus Geheimpolizisten abgestellt war. Christliche Literatur durfte nicht weitergegeben werden, geschweige denn das Evangelium an Muslime. Die Mehrheit der insgesamt 172.800 Christen unter den 6,4 Millionen Einwohnern sind Ausländer. Die meisten von ihnen haben das Land inzwischen verlassen.
Es bleibt die Hoffnung, dass die christliche Gemeinde im neuen Libyen nach Gaddafi ihren Platz finden wird. Wir bitten Sie, sich jetzt im Gebet an die Seite der Christen in Libyen zu stellen. Darum haben einheimische Gemeindeleiter etwa aus Tripolis gebeten. Einer von ihnen berichtete uns, dass jeden Tag um die Mittagszeit Christen in kleinen Gruppen zusammenkommen und für die Zukunft ihres Landes beten. Bitte beten Sie mit!
Gebetsanliegen
- Beten Sie für die Umwandlungsprozesse in Libyen.
- Beten Sie um Stärkung besonders für die etwa 150 Christen muslimischer Herkunft.
Beten Sie, dass Christen in dieser unsicheren Zeit ein gutes Zeugnis für Nachbarn sein können.
Open Doors Newsletter vom 14.10.2011
Hinrichtung von Yousef Nadarkhani vorerst abgewendet
Weiterhin Gebet für zum Tod verurteilten Gemeindeleiter – "Für die ganze Familie ist es sehr schwer"
(Open Doors) - Die unmittelbare Hinrichtung von Yousef Nadarkhani aus dem Iran ist vorerst abgewendet. Sein Fall wird - offenbar aufgrund weltweiter Proteste - möglicherweise neu aufgerollt. Auf internationaler politischer Ebene wurde das Todesurteil gegen den Pastor einer Hausgemeinde kritisiert. Seit seiner Verhaftung haben Christen auf der ganzen Welt für Yousef Nadarkhani gebetet. Open Doors bittet weiterhin um Fürbitte, auch für seine Frau und die zwei kleinen Söhne. Joel ist sieben Jahre alt, Daniel ist neun. Ein der Familie nahestehender Christ sagte: "Seine Frau ist sehr in Sorge. Für die ganze Familie ist es sehr schwer." Die Vollstreckung der Todesstrafe kann Yousef Nadarkhani weiterhin jederzeit abwenden, wenn er seinem Glauben an Jesus Christus abschwört. Doch ob im Gefängnis oder im Gerichtssaal: Der 35-Jährige weigert sich vehement, Jesus Christus zu verleugnen.
Protest gegen Islamunterricht
Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, lebt Yousef in Rasht, der Hauptstadt der nordiranischen Provinz Gilan. Mit 19 Jahren wurde er Christ. Bis zu seiner Verhaftung war er Gemeindeleiter einer Hausgemeinde, zu der 400 Christen gehören. Fast alle sind ehemalige Muslime. Festgenommen wurde Yousef Nadarkhani im Oktober 2009, nachdem er den islamischen Religionsunterricht an iranischen Schulen in Frage gestellt hatte. Im Gefängnis wurde Nadarkhani immer wieder zur Rückkehr zum Islam genötigt. Auch seine Ehefrau war vier Monate lang inhaftiert. Behörden drohten damit, dem Paar das Sorgerecht für ihre Kinder zu entziehen, und diese in eine muslimische Familie zu geben.
Glaubensprüfung vor Gericht
Am 22. September 2010 wurde Yousef Nadarkhani wegen Apostasie und Evangelisation zum Tod durch den Strang verurteilt. Mitte September dieses Jahres dann ein kleiner Hoffnungsschimmer: Das Verfahren wurde vor dem Gericht in Gilan wiedereröffnet. Dabei wurde untersucht, ob Nadarkhani vor seinem Glaubenswechsel als Muslim gelebt habe. Das Ergebnis: Da der Pastor muslimische Vorfahren hat, sei er ein "echter Muslim". Demzufolge gelte für ihn das islamische Recht (Scharia). Dieses sieht für einen Muslim die Todesstrafe vor, wenn er sich vom Islam abwendet. Damit war das Urteil bestätigt, und Yousef Nadarkhani musste jederzeit mit seiner Vollstreckung rechnen.
Hinrichtung vorerst abgewendet
Doch nun scheint die unmittelbare Gefahr einer Hinrichtung von Yousef Nadarkhani vorerst abgewendet, so die IGFM am 12. Oktober. Das Oberste Gericht der islamischen Republik habe den Fall an die erste Instanz zurückgewiesen. Begründet wurde dies mit "unvollständigen Ermittlungen". Auch wurde der Fall an den höchsten religiösen Führer des Irans, Ayatollah Khamenei, weitergeleitet.
Gebetsanliegen
- Beten Sie weiterhin für Yousef Nadarkhani und seine Familie. Für die Kinder ist es eine schwere Zeit.
- Beten Sie, dass er im Gefängnis Gottes Gegenwart erlebt, und von ihm gestärkt und ermutigt wird.
Beten Sie für alle Christen muslimischer Herkunft, die auch wegen Apostasie im Gefängnis sitzen und fern der öffentlichen Aufmerksamkeit jederzeit mit einer Hinrichtung rechnen müssen. Manchmal werden Familien angerufen und gebeten, den Leichnam eines Angehörigen abzuholen, ohne dass sie zuvor über das Urteil oder auch eine bevorstehende Hinrichtung informiert wurden.
Open Doors Newsletter vom 07.10.2011
Uganda: Vater sperrte Tochter über Monate ein
"Trotz allem will das Mädchen Jesus nicht aufgeben"
(Open Doors) - Sechs Monate dauerte das Martyrium der 14-jährigen Susan Ithungu. Das Mädchen hatte sich für ein Leben mit Jesus Christus entschieden. Doch ihr Vater sah dadurch die Ehre der Familie zutiefst verletzt. Um ihr den neuen Glauben auszutreiben, misshandelte er sie schwer, und sperrte sie ein. Seit ihrer Befreiung liegt sie im Krankenhaus.
"Durch Gottes Gnade ist Susan noch am Leben", sagt Pastor Baluku von der "Full Gospel Church" aus Bwera. "Sie kann noch nicht laufen, aber sie hat schon wieder gesprochen. Trotz allem will sie Jesus nicht aufgegeben. Susan ist stark in dem Herrn Jesus." Pastor Baluku bittet um Gebet für ihre Genesung und für die Heilung ihrer verletzten Seele. Sie möchte bald wieder zur Schule gehen und mit ihrem Bruder Mbusa spielen.
Rückblick
Susan stammt aus dem Dorf Isango (Bezirk Kasese) im Südwesten des ostafrikanischen Landes. Die Bewohner der Region gehören verschiedensten Stämmen an. Susans Familie ist seit Generationen muslimisch. Doch nach einer Predigt eines Evangelisten im Frühjahr 2010 an ihrer Schule entschied sich Susan für den christlichen Glauben.
Folgenreiche Entscheidung
"Mein Vater erfuhr von meiner Bekehrung und bedrohte mich und meinen Bruder mit einem scharfen Messer", erinnert sich die 14-Jährige. "Er verbot uns, in die Kirche zu gehen und weiterhin den Predigten zuzuhören. Andernfalls würde er uns am helllichten Tag umbringen." Susans Vater beließ es nicht bei diesen Drohungen. Er misshandelte sie schwer. Als alles nichts half, sperrte er die Tochter ein. Ganze sechs Monate lang vegetierte das Mädchen in einem dunklen Raum vor sich hin. Kein Sonnenlicht und kaum etwas zu essen. Erst als Nachbarn die Polizei holten, wurde Susan im Oktober vorigen Jahres befreit. Seitdem liegt sie im Krankenhaus. Das Mädchen war auf 20 Kilogramm abgemagert, hatte Lähmungserscheinungen und konnte nicht sprechen. Ihr Haar hatte sich gelb verfärbt und ihre Augen blickten ins Leere. Über Monate bangten ihr Bruder, Ärzte und die ganze Gemeinde um ihr Leben. Anwohner und Gemeindemitglieder sammeln nun Geld für die Behandlung.
Gebetsanliegen
- Beten Sie für die 14-jährige Susan. Möge Gott ihre inneren und äußeren Verletzungen gänzlich heilen und sie stärken.
- Danken Sie für die Glaubensgeschwister und auch Nachbarn, die sich für das Mädchen einsetzen und sich um sie kümmern.
- Beten Sie auch für ihren Bruder Mbusa. Susans Vater wurde kurz nach der Festnahme wieder freigelassen.
Open Doors Newsletter vom 30.009.2011
Nigeria: Über 100 Christen in Jos getötet
Ganze Familien wurden ausgelöscht – Überlebende kämpfen mit dem Trauma.
(Open Doors) - "Wir müssen einfach mit diesem Horror leben, ohne zu wissen, was als nächstes passieren wird", sagte Pastor Dagai aus Vwang Kogot angesichts der jüngsten Gewaltakte. Die Christen im zentralnigerianischen Bundesstaat Plateau kommen nicht zur Ruhe. Mehr als 100 Christen sind in den vergangenen Wochen in der Umgebung der Stadt Jos bei Überfällen durch Extremisten getötet worden. Ganze Familien wurden dabei ausgerottet. Open Doors unterstützt in der Region seit Jahren Witwen und ihre Kinder sowie christliche Gemeinden. Bitte beten Sie für die traumatisierten Familien der Opfer sowie für die Verletzten.
Am Abend des 9. Septembers fielen radikale Muslime bewaffnet mit Macheten und Gewehren in die von Christen bewohnte Ortschaft Vwang Kogot ein. 14 Menschen wurden getötet, darunter eine schwangere Frau. Auch die meisten Angehörigen der Familie Danboyi starben oder wurden verschleppt. Unter den Angreifern sollen nach Augenzeugenberichten auch Männer in Uniformen des nigerianischen Militärs gewesen sein. Bei ihnen habe es sich um ethnische Muslime gehandelt, hieß es. Bekannt ist, dass die Angreifer zum Volk der Fulani (Fulbe) gehören. Die Fulani sind ein überwiegend muslimischer Nomadenstamm und besitzen sehr gute Ortskenntnisse.
Auch Kinder unter den Opfern
Gyang Badung hat seine Frau, vier Kinder, seine Mutter und Großmutter sowie einen Neffen verloren. Nur zwei seiner Söhne haben überlebt. Sie werden derzeit im Krankenhaus versorgt. Auch Mallam wurde an diesem Tag zur Witwe. Ihr einziger Sohn und dessen Kinder wurden ebenfalls umgebracht. Pastor Dachung Dagai von der Gemeinde "Church of Christ in Nigeria" in Vwang Kogot berichtet, das Dorf sei seit Anfang Januar dieses Jahres dreimal überfallen worden. Vergeblich bemühte sich Pastor Dagai um eine Untersuchung der Überfälle durch die Regierung.
Gebetsanliegen
- Beten Sie für die Familien und die Angehörigen der Ermordeten sowie für die Verletzten. Sie alle haben Unvorstellbares erlebt und tragen schwer an dem Trauma. Möge Gott ihnen beistehen und ihre seelischen Wunden heilen.
- Beten Sie für die Jugendlichen und jungen Männer auf beiden Seiten. Immer wieder kommt es zu Provokationen und Vergeltungsschlägen. Die Stimmung ist äußerst gereizt.
- Beten Sie für die Christen in Nigeria, die ihren Glauben gegründet auf dem Wort Gottes und in der Liebe Jesus leben wollen. Sie wollen Friedensstifter sein zwischen ethnischen Muslimen und Christen.
Open Doors Newsletter vom 23.09.2011
Christen im Iran: "Wir sind vorsichtig bei Besuchern"
Geheimpolizei beobachtet Gemeindeaktivitäten etablierter Gemeinden genau
(Open Doors) - Im Iran wird es immer schwieriger, Christen muslimischer Herkunft in ihrem Glaubensleben zu betreuen und sie in eine Gemeinde zu integrieren. Der Druck auf Christen wächst weiter, teilte ein einheimischer Gemeindeleiter dem Hilfswerk Open Doors mit. Laut Pastor Nader* spielen viele von ihnen mit dem Gedanken, das Land zu verlassen. Die Regierung beobachte alle Gemeindeaktivitäten sehr genau, insbesondere mögliche Verbindungen zu Muslimen.
Schwierigkeiten
"Mir ist zwar erlaubt, mich um meine Gemeindemitglieder zu kümmern", erklärt Nader. "Doch andere Iraner, sprich ehemalige Muslime, in unsere Kirche aufzunehmen, geschweige denn sie in ihrem Glauben an Jesus zu unterweisen, ist streng verboten. Dabei kommen in diesen Tagen viele Iraner zum Glauben." Leiter traditioneller Kirchengemeinden seien sehr vorsichtig und fühlten sich angesichts des anhaltenden Wachstums fast schon überfordert. Pastor Nader kümmert sich dennoch um Christen muslimischer Herkunft. Denn es mangelt an gut ausgebildeten Lehrern. Open Doors schätzt, dass drei Viertel der 450.000 Christen im Iran muslimischer Herkunft sind. Von der Regierung und Religionswächtern werden sie als "Abgefallene" vom Islam angesehen. In ihren Augen darf ein Muslim seine Religion nicht wechseln. So haben es Christen muslimischer Herkunft auch nicht einfach, Anschluss an eine christliche Gemeinde zu finden, etwa ehemalige Muslime, die durch eine Radiosendung via Satellit zum Glauben gekommen sind. Der nächste Schritt für sie wäre folgerichtig der Besuch einer etablierten Kirche. Damit sind jedoch hohe Risiken verbunden, wie Pastor Nader weiter erklärt: "Wir müssen sehr vorsichtig sein bei Besuchern, die Interesse am christlichen Glauben zeigen oder eine Bibel haben wollen. Es könnten auch Geheimpolizisten sein." Leicht könnte Pastor Nader sich strafbar machen, denn Mission von Muslimen gilt im Iran als Verbrechen.
Regelmäßige Verhöre
Ramin, ein anderer Gemeindeleiter, wird regelmäßig von der Geheimpolizei besucht: "Sie fragen, was wir tun und warnen uns davor, über Jesus zu sprechen, christliche Bücher weiterzugeben oder Muslime zu evangelisieren." Ramin ist froh, dass viele für die Gemeinde Jesu im Iran beten. "Es tut so gut zu wissen, dass Menschen auf der ganzen Welt an unserer Seite stehen. Denn häufig fühlen wir uns allein und ausgegrenzt."
Pastor Nader und Ramin bitten stellvertretend für alle Christen im Iran weiterhin um Gebet.
*Alle Namen auch Sicherheitsgründen geändert.
Gebetsanliegen
- Beten Sie um Weisheit für Pastoren und Gemeindeleiter von traditionellen Gemeinden. Sie stehen in einem Dilemma: Einerseits sehen sie ihre Verantwortung vor Gott, den Glaubensgeschwistern – auch ehemaligen Muslimen – zu helfen. Anderseits bringen sie damit sich und ihre Heimatgemeinde in Gefahr.
- Bitten Sie um Schutz für Open Doors-Mitarbeiter und alle laufenden Projekte zur Stärkung der Christen (z. B. Schulungsprogramme, Glaubenskurse, Radio- und TV-Programme).
Beten Sie für die Männer und Frauen, die wegen ihres Bekenntnisses zu Jesus im Iran im Gefängnis sitzen.
Open Doors Newsletter vom 16.09.2011
Pakistan: Christin aus Rache vergewaltigt
(Open Doors) - Sexuelle Gewalt ist in Pakistan ein ebenso perfides wie verbreitetes Mittel, um Christinnen zu demütigen und mit einer Zwangsehe zum Übertritt zum Islam zu zwingen. Solche Vergewaltigungen gelten landläufig nicht einmal als Verbrechen. Die meisten Fälle bleiben unbestraft. Aus Scham zeigen die Opfer die Tat meist nicht an. Auch die 27-jährige Shaista Samuel wurde Opfer eines solchen Verbrechens, nachdem sie den Heiratsantrag eines Muslims abgelehnt hatte. Doch Shaista bewies trotz Scham und Angst großen Mut: Sie zeigte die Vergewaltigung bei der Polizei an. Die Täter sind seither untergetaucht, und die Gefahr von Vergeltungsmaßnahmen ist hoch. Open Doors bittet, für Shaista Samuel und ihre Familie zu beten.
Folgenreicher Antrag
Shaista Samuel arbeitet in einem Krankenhaus in Shadman in der Provinz Punjab. Sie kannte Ali Adnan gut. Er arbeitete in der Buchhaltung der Klinik, und gelegentlich besuchte er sie und ihre Familie zu Hause. Eine Tages gestand Adnan der jungen Frau seine Liebe und machte ihr einen Heiratsantrag. Doch sie lehnte ab. Sie sehe in ihm lediglich einen Freund, und zudem habe jeder einen anderen Glauben, erklärte sie ihm. Adnan sah sich zutiefst gedemütigt. In den folgenden Tagen versperrte er ihr im Krankenhaus den Weg und bedrängte sie am Telefon. Sogar das Haus ihrer Eltern wollte er anzünden, sollte Shaista sich weiterhin weigern zum Isam überzutreten und seine Frau zu werden. Am 21. August bekam sie seine Rache auf brutale Weise zu spüren: Adnan tauchte mit einem Komplizen vor dem Krankenhaus auf. Er packte die junge Frau und zerrte sie zu seinem Auto. Der andere Mann hielt ihr eine Pistole an den Kopf und sie fuhren zu einem Haus in Lahore. Dort vergewaltigte Adnan sie. Dabei ließ er sich von seinem Handlanger filmen, um das Video später als Druckmittel für Shaistas Schweigen zu benutzen. "Adnan sagte, sie würden mich erschießen, wenn ich schreie. Sie drohten damit, das Video meinen Eltern zu zeigen und ins Internet zu stellen", erinnert sich Shaista. "Sie haben mein Leben zerstört."
"Gott rettete mich"
Gepeinigt von Scham und aus Furcht davor, das Ansehen ihrer Familie zu ruinieren, erzählte Shaista niemanden von ihrem Schicksal – nicht einmal ihren eigenen Eltern. Doch Adnan begann, sie telefonisch zu nötigen. "Zuerst verlangte er, dass ich zum Islam übertrete", erzählt sie, "Dann forderte er sexuelle Gefälligkeiten und drohte, mit dem Vergewaltigungsvideo zu mir nach Hause zu kommen." Dies tat er schließlich auch. Doch anders als erwartet, stellten sich Shaistas schockierte Eltern vor ihre Tochter und gaben sie nicht in die Zwangsehe. Stattdessen erstatteten sie bei der Polizei Anzeige gegen Adnan und seinen Komplizen. "Ich danke Gott, dass er mich vor Adnans weiteren Nötigungen gerettet hat; andernfalls hätte ich für den Rest meines Lebens in Angst gelebt."
Da die Polizei die Strafverfolgung nur sehr zögerlich aufnahm, konnten die beiden Männer untertauchen und sogar vorsorglich unter einigen Auflagen Haftverschonung erwirken.
Quelle: Compass Direct
Gebetsanliegen
- Beten Sie für Shaista Samuel, dass Gott ihr hilft, die schrecklichen Ereignisse zu verarbeiten und ihre seelische Wunden heilt.
- Beten Sie um Schutz vor Vergeltungsmaßnahmen auch für ihre Familie.
- Beten Sie für die vielen christlichen Frauen, die in einer Zwangsehe leben und ihren Glauben an Jesus verschweigen müssen.
Sie wollen Christen in Pakistan mit Ihrer Gemeinde beistehen?
Am 13. November beim Weltweiten Gebetstag für verfolgte Christen ist Pakistan ein Schwerpunktland. Filmclips und konkrete Gebetsanliegen erhalten mit unserem kostenlosen Vorbereitungsmaterial für einen Gebetsgottesdienst.
Open Doors Newsletter vom 09.09.2011
Usbekistan: Bekennermut trotz Verfolgung |
"Ich erlebte, wie Gott mir die Angst nahm" - 63-jährige Christin im Visier der Geheimpolizei Gebetsanliegen
Unterschriftenaktion für Christen in Algerien. Musterbrief zum Download hier... http://www.opendoors-de.org/aktiv-werden/petitionen_page/ |
Open Doors Newsletter vom 02.09.2011
Kinder der verfolgten Kirche: Samuel aus dem Bhutan
(Open Doors) - Der Bhutan, in etwa so groß ist wie die Schweiz, erlebt derzeit einen Wandel hin zu demokratischen Verhältnissen. Die Verfassung legt den Buddhismus als spirituelles Erbe des Landes fest. Sie sieht zwar Religionsfreiheit vor: Doch der christliche Glaube wurde nie anerkannt. Unter den etwa 700.000 Einwohnern gibt es nur etwa 16.500 Christen. Da sie keine Kirchen bauen dürfen, treffen sie sich vorsichtig in kleinen Gruppen zu Gottesdiensten. Versammlungen in Privathäusern etwa zu Gebetsstunden sind verboten. Der junge Samuel ist ein ermutigendes Beispiel für gelebten Glauben inmitten von Widerständen.
Glücklich trotz Armut
Jedes Mal, wenn Samuel das Kinderprogramm in einer Hausgemeinde besuchen möchte, legt er dafür einen Fußmarsch von einer Stunde zurück. Mit fünf Freunden macht er sich Sonntag für Sonntag auf den Weg. Berg auf, Berg ab. Nahezu 80 Prozent des Landes liegen in über 2.000 Metern Höhe. Seine Eltern sind Straßenbauarbeiter. Die Familie lebt in einer provisorischen Baracke wenige Meter von der Bundesstraße entfernt. Dass die Wände aus Holz zusammengeflickt sind, das Dach eine Plastikplane und der Boden verschlammt ist, spielt für ihn keine Rolle. Samuel ist glücklich, wenn er mit den Nachbarkindern spielen kann. Er besucht die weit entfernte Schule und hilft den Eltern gelegentlich bei ihrer Arbeit. Den Tag, auf den er sich am meisten freut, ist der Sonntag. "Dann ist Kinderstunde", jubelt er. "Dort lerne ich viel über Jesus. Mein Lieblingslied heißt 'Gottes Liebe'." Es ist in Englisch, das er eigentlich nicht versteht. Doch er kennt die Bedeutung und singt es aus vollem Herzen. Das Lied geht so:
"God’s love, it’s so wonderful, (Gottes Liebe ist so wunderbar)
God’s love, it’s so marvelous, (Gottes Liebe ist so großartig)
God’s love, it’s so wonderful, (Gottes Liebe ist so wunderbar)
Oh, oh, marvelous love." (Oh, oh, großartige Liebe)
Noch vor einigen Jahren waren Samuels Eltern überhaupt nicht erfreut darüber, dass er die Kinderstunden der Christen besuchte. Traditionell ist die Familie hinduistisch. Sie wollten ihren Jungen sogar durch Hindu-Rituale zurückbekehren. "Nein, ich will Jesus anbeten", protestierte er. Erst als Samuel einmal sehr krank wurde und ein Pastor für ihn gebetet hatte, änderten die Eltern ihre Meinung. Denn der Junge wurde nach dem Gebet schnell wieder gesund. Seitdem besuchen auch die Mutter und sein jüngerer Bruder die Kinderstunden und Gottesdienste der Hausgemeinde.
Gebetsanliegen
- Danken Sie für das Zeugnis von Samuel gegenüber seinen Eltern und Freunden. Möge Gott ihn weiterhin segnen und zum Segen für andere machen.
- Beten Sie für die Christen im Bhutan. Weit verbreitet ist die Meinung, dass der Glaube an Jesus Christus ein westlicher Glaube sei und Missionare mit Geldgeschenken Bhutanesen zum Religionswechsel verlocken wollen.
- Beten Sie für den König von Bhutan und das neue Parlament, dass sie den Christen ermöglichen, ihren Glauben frei zu leben.
Um Kinder der verfolgten Kirche zu unterstützen, hat Open Doors die Aktion "Zukunft geben" ins Leben gerufen. Hier informieren und mitmachen...
www.opendoors-de.org/aktiv-werden/beten/zukunft_geben/
Open Doors Newsletter vom 26.08.2011
Christen in Libyen: Zwischen Bangen und Hoffen |
|
| |
(Open Doors) – Inmitten des Umsturzes in Libyen bangen die Christen um ihre Zukunft. Welchen Status werden sie nach der 42-jährigen Ära Gaddafis haben? Unter welchen Bedingungen werden sie dann ihren Glauben praktizieren können? Wie viel Freiheit wird ihnen eine islamisch geprägte Regierung lassen? Noch gibt es auf diese Fragen keine Antworten. Doch fürchten sich Christen vor einem Machtgewinn von Islamisten, die das islamische Recht zur Grundlage des Neuaufbaus im Land machen wollen. Derzeit steht Libyen auf Platz 25 des Weltverfolgungsindex, der anzeigt, wo Christen aufgrund ihres Glaubens am stärksten verfolgt werden. Der Islam ist Staatsreligion. Zwar tolerierte die Regierung unter Gaddafi andere Religionen, doch ihre Anhänger unterlagen strengen Kontrollen. Vor dem Umsturz verfügte ein Gesetz, dass pro Stadt und Denomination nur eine Kirche bestehen durfte. Das Evangelium an Muslime weiterzugeben, war strikt verboten. Auch die Verteilung von christlicher Literatur war untersagt. Einheimische Christen mit muslimischem Hintergrund praktizieren ihren Glauben aus Angst vor Verfolgung weiterhin im Geheimen. Sie werden häufig durch die Gesellschaft oder von ihrer eigenen Familie unter Druck gesetzt, zum Islam zurück zu konvertieren. Christen beten für ihr Land Gebetsanliegen:
|
|
Open Doors Newsletter vom 19.08.2011
Christen in Syrien: Angst vor einem zweiten Irak |
|
| |
(Open Doors) – Mitarbeiter des überkonfessionellen Hilfswerks Open Doors konnten jüngst Christen in Syrien besuchen und mit ihnen über ihre Situation inmitten der anhaltenden Protestbewegung sprechen. Dabei wurde vor allem die Furcht der christlichen Minderheit deutlich, Syrien könnte zu einem zweiten Irak werden. Dort droht die Gemeinde Jesu auszusterben. Daher bittet Open Doors um Gebet für die Christen in Syrien. Bedrohte Freiheit "Kirchenleiter sind sehr zurückhaltend in der Kommentierung der seit fünf Monaten anhaltenden Protestbewegung und dem Vorgehen der Regierung", berichtet ein Open Doors-Mitarbeiter. Christen verschiedener Konfessionen versicherten, dass sie für Versöhnung und die Wiederherstellung der Ordnung in Syrien beten. An Protesten beteiligten sie sich nicht. Die Kirche in Syrien mit rund 1,9 Millionen Christen ist in einer sensiblen Lage: Christen waren bislang etablierter Teil der Gesellschaft und fühlten sich sicher. Religiösen Minderheiten wurden deutlich mehr Freiheiten gelassen als in anderen arabischen Staaten. Wenngleich sich auch syrische Christen politische Reformen wünschen, fürchten sie, im Fall eines Umsturzes als erstes ins Visier von Islamisten zu geraten, gelten sie doch als Unterstützer der alevitischen Assad-Regierung. "Wir wollen nicht, dass es uns ähnlich ergeht wie den Christen im Irak", sagten einheimische Gemeindeleiter gegenüber Open Doors. Unter dem Regime Saddam Husseins lebten Christen in relativem Frieden. Doch heute sind sie dem Terror islamischer Extremisten ausgesetzt. Besorgniserregende Vorzeichen? Infolge der andauernden Protestbewegung gegen Machthaber Assad kam es auch sporadisch zu Feindseligkeiten gegen Christen und andere religiöse Minderheiten. So wurde von anti-christlichen Parolen ("Alle Christen in den Libanon") auf Schildern bei Demonstrationszügen berichtet. In einem überwiegend von Christen bewohnten Dorf forderten radikale Muslime die Christen auf, den Freitag statt den Sonntag als "heiligen Tag" zu feiern. Wenngleich diese Vorfälle zu großer Unruhe unter Christen geführt haben, beobachtet Open Doors derzeit noch keine gezielte Verfolgung aufgrund ihres Glaubens. Doch scheinen dies besorgniserregende Vorzeichen zu sein. Gestärkter Glaube Inmitten dieser unsicheren Zeit gibt es auch Zeichen der Hoffnung. So berichtete Leah, eine junge syrische Christin, wie wichtig ihr in den vergangenen Monaten das Gebet geworden ist: "Ich sah Christen, die zusammen für ihr Land fasteten und beteten, und ich verstand: Dies ist der Leib Jesu. Mein Glaube wurde gestärkt, denn ich bin nicht allein. Ich habe gelernt, Syrien noch mehr zu lieben und nicht nur für mich selbst zu beten, sondern auch für meine Landsleute."
Gebetsanliegen:
|
|
Open Doors Newsletter vom 12.08.2011
Eritrea: Zwei Frauen in Lagerhaft gestorben |
|
| |
(Open Doors) – Zwei weitere Christen sind im ostafrikanischen Eritrea in einem Militärgefängnis gestorben. Wie das Hilfswerk für verfolgte Christen Open Doors von einheimischen Christen erfahren hat, erlagen die 23-jährige Hiwet Gebremichel Tesfu und die 27-jährige Zemame Tesfayesus Mehari am 28. Juli ihren Verletzungen, die sie durch Misshandlungen erlitten hatten. Eine ärztliche Behandlung war ihnen verweigert worden. Seit April 2009 waren die Frauen im ALLA Militärlager nahe der Stadt Dekemhare im Zentrum des Landes eingesperrt. Ihre Leichname wurden im Lager begraben. Hiwet Gebremichel Tesfu und Zemame Tesfayesus Mehari wurden festgenommen, als sie sich in einem Privathaus in ihrer Heimatstadt zu einem Gebetstreffen versammelt hatten. Dekemhare liegt etwa 15 Kilometer von dem Militärlager entfernt. 1.500 Christen gefangen Immer wieder erhält Open Doors besorgniserregende Nachrichten über die Situation der Christen in dem abgeschotteten Land. Eritrea steht auf Platz 12 des Weltverfolgungsindex. Das diktatorische Regime hält an seinem scharfen Kurs gegen Christen fest, die sich außerhalb staatlich genehmigter Kirchen versammeln. Vor neun Jahren verbot Präsident Afewerki alle Konfessionen bzw. Kirchen. Anerkannt sind nur die Eritreisch-Orthodoxe, die Katholische sowie die Evangelisch-Lutherische Kirche und der Islam. Wer sich außerhalb dieser Gemeinschaften versammelt, etwa in Privathäusern, kann deshalb verhaftet, gefoltert und massiv bedrängt werden, seinen Glauben zu verleugnen. Wie einheimische Kirchenleiter Open Doors berichteten, sind derzeit nahezu 1.500 Christen in Militärlagern, unterirdischen Zellen und Frachtcontainern eingesperrt. Dort sind sie Folter und Misshandlung ausgesetzt. Mindestens 18 Christen sind seit 2002 nach Erkenntnissen von Open Doors in Lagerhaft verstorben. Allein im ALLA haben mindestens fünf Christen die Lagerhaft nicht überlebt.
Gebetsanliegen:
|
|
Open Doors Newsletter vom 05.08.2011
Iran: Gott ist in den Schwachen mächtig |
|
| |
(Open Doors) – Maheen ist eine Christin muslimischer Herkunft und daher dem Regime im Iran ein Dorn im Auge. Ihr „Abfall“ vom Islam ist in den Augen der Führer des Landes ein Verbrechen. Nur im Verborgenen kann sie ihren Glauben an Jesus leben. Maheen fürchtete die Folgen einer Entdeckung, denn von anderen Christen weiß sie, wie hart und grausam die Verhöre durch die Geheimpolizei sein können. Doch eines Tages traf es auch sie. Sie wurde festgenommen. Aber dann geschah etwas Unerwartetes. „Prüfe mich nicht“ Mutiges Bekenntnis Nächtlicher Besuch Gebetsanliegen:
|
|
Open Doors Newsletter vom 29.07.2011
Kolumbien: Entführter Pastor wieder frei |
|
| |
(Open Doors) – Wieder in Freiheit: Wir freuen uns und sind dankbar, dass Pastor William Reyes aus Kolumbien nach fast zweieinhalb Jahren Gefangenschaft wieder mit seiner Familie vereint ist. Obwohl Reyes bereits vor einigen Monaten freikam, nahm er zunächst keinen Kontakt zu seiner Familie auf. Er fürchtete um ihre Sicherheit. Über Einzelheiten und die Umstände seiner Gefangenschaft will er derzeit nicht sprechen. Die Untersuchung durch die Staatsanwaltschaft läuft. Kein Lebenszeichen Am 25. September 2008 wurde der heute 43-Jährige aus Maicao in der nördlichen Provinz Guajira von einer Gruppe bewaffneter Rebellen auf offener Straße verschleppt. Danach gab es kein Lebenszeichen mehr von ihm. Seine Frau Ida und die drei Kinder wussten nicht, ob er überhaupt noch lebt. Einen Tag vor seiner Entführung hatte Reyes einen Drohanruf erhalten. Etwa zwei Wochen davor wurde er von Unbekannten mit einer Waffe bedroht. Möglicherweise war das beispielslose Wachstum seiner Gemeinde den Rebellen ein Dorn im Auge. Die Entführung des Pastors erregte Aufsehen in Maicao, auch die Medien berichteten darüber. Anfang Oktober 2008 organisierten mehrere christliche Gemeinden eine friedliche Kundgebung für seine Freilassung. Familie im Visier Nach Reyes‘ Entführung wurde auch seine Frau Ida mehrmals bedroht. Unter anderem forderten Unbekannte unter dem Vorwand, ihren Mann suchen zu wollen, Geld von ihr. Einmal versuchte jemand die damals 15-jährige Tochter Nelly auf offener Straße zu entführen. Das beherzte Eingreifen eines Gemeindemitgliedes verhinderte die Tat. Seitdem fühlte sich die Familie nicht mehr sicher und zog weg. Im Laufe der Zeit verschlechterte sich ihre wirtschaftliche Lage. Open Doors erfuhr von der Not der Familie und leistete Hilfe. Gott dienen William, ein gelernter Handwerker und Möbeldesigner, möchte weiterhin als Pastor Gott dienen und wieder eine Gemeinde leiten. In einer E-Mail an Open Doors schreibt er: „Ich bin so dankbar, dass viele Brüder und Schwestern auf der ganzen Welt für mich gebetet haben. Dadurch habe ich Gottes Nähe gespürt und sein Wort in meiner Seele empfangen.“ Gebetsanliegen:
|
|
Open Doors Newsletter vom 08.07.2011
Nordkorea: Leiden im Arbeitslager |
|
| |
(Open Doors) - In Nordkorea leben allgemein alle Christen mit ihren Familien und besonders Leiter von Untergrundgemeinden unter großem Verfolgungsdruck. Immer könnte ihr Glaube entdeckt werden. Dann gelten sie als Staatsfeinde und kommen ins Arbeitslager. Spione des diktatorischen Regimes halten beständig Ausschau nach Gruppen im Untergrund. Open Doors schätzt die Zahl der Christen auf nahezu 400.000. Seit der Verhaftung des US-Amerikaners koreanischer Abstammung Jun Young-su im vorigen November sind noch weitere Christen festgenommen worden. Von vielen ist unklar, ob sie noch leben. Jun durfte im Mai dieses Jahres Nordkorea verlassen. Nach Informationen von Open Doors sind in Nordkorea derzeit 50.000 bis 70.000 Christen in Arbeitslagern gefangen. Insgesamt sollen etwa 200.000 Menschen in Lagerhaft sein. Der ehemalige Häftling Jeong Kyoungil berichtete Amnesty International von Folter im Straflager: "Festgenommen wurde ich wegen Spionage. Ich konnte die Schmerzen durch die Misshandlungen nicht mehr ertragen, also gestand ich alles, was sie mir vorwarfen. Tagelang wurde ich an der Decke aufgehängt. Ich konnte nicht schlafen. Meine Brust schmerzte. Es gab auch Menschen, die waren gefangen, weil eine Bibel bei ihnen gefunden wurde. Wenn ein Familienmitglied verhaftet wurde, kam die gesamte Familie ins Lager. Denn sie gelten als kontaminiert (verunreinigt)." Verleugnet Open Doors-Mitarbeiter trafen in China auf die Christin Choi. Sie erzählte: "Um die Familie vor dem Straflager zu schützen, hat sich mein Vater von mir losgesagt. Er ließ meinen Namen aus dem Familienregister streichen. Damit demonstrierte er seine Loyalität gegenüber dem Regime." Choi blieb nur die Flucht nach China. Denn ihre Identität als Christin war nun bekannt. Gebetsanliegen:
Unterstützen Sie Christen in Nordkorea als Teil der Gebetskampagne „Bete für Nordkorea“. Informationen und kostenloses Sonderheft hier…http://www.opendoors-de.org/aktiv-werden/beten/kampagne-nordkorea/
| |
Open Doors Newsletter vom 01.07.2011
Iran: Mehrere Christen weiter in HaftAyatollah kritisiert lasches Vorgehen gegen Hausgemeinden |
|
(Open Doors) - Im Iran verstärkt die öffentliche Kritik islamischer Geistlicher den Druck auf Christen muslimischer Herkunft. So beanstandete der einflussreiche Ayatollah Mesba Yazdi im Mai auf einer Tagung islamischer Leiter in Qom das Vorgehen der Behörden. Diese hätten trotz "massiver finanzieller Unterstützung" seitens der Regierung nicht genug gegen das Wachstum christlicher Hausgemeinden in einigen Provinzen getan. Bereits im Oktober vorigen Jahres hatte der Oberste geistliche Führer des Iran Ayatollah Ali Chamenei vor dem "Netzwerk der Hausgemeinden" gewarnt. Es würde den islamischen Glauben bedrohen und junge Muslime irreführen. Einheimische Quellen vermuten, dass derartige Äußerungen zu den Massenverhaftungen von Christen beigetragen haben. Mehr als 120 Christen sind zwischen Dezember 2010 und Januar dieses Jahres festgenommen worden. Die meisten von ihnen waren Christen muslimischer Herkunft. Trotz unverminderter Verfolgung von Konvertiten im Iran kommen dort weiterhin Muslime zum Glauben an Jesus Christus. Das Hilfswerk Open Doors schätzt, dass über drei Viertel der 450.000 Christen in der islamischen Republik ehemalige Muslime sind. Das Regime will die Ausbreitung von christlichen Hausgemeinden unterbinden. Seit Jahren gehört der Iran zu den Staaten, in denen Christen am stärksten verfolgt werden. Aktuell belegt das Land Platz 2 des Weltverfolgungsindex. Die meisten der Anfang des Jahres Verhafteten sind wieder frei. Open Doors bittet um Gebet für nachfolgende Christen, die weiterhin inhaftiert sind: Gebetsanliegen:
Wie Sie sich für verfolgte Christen einsetzen können, erfahren Sie hier... http://www.opendoors-de.org/aktiv-werden/
| |
Open Doors Newsletter vom 24.06.2011
Pakistan: Aufruhr gegen Christen |
|
(Open Doors) - In der pakistanischen Provinz Punjab hatte sich ein 8-jähriger Junge geweigert, zum Islam überzutreten und löste damit einen Aufruhr gegen Christen aus. Sein Onkel wurde der Blasphemie beschuldigt, der Großvater mit seiner Familie bedroht und am Ende mussten alle Christen aus der Gegend fliehen. Das Hilfswerk Open Doors bittet um Gebet für die betroffenen Familien. Immer wieder lösen in Pakistan willkürliche Blasphemievorwürfe Gewaltakte gegen Christen aus. Rückblick: Der 8-jährige Ihtesham Masih oder einfach nur "Sunny" genannt, lebte bis zu den Ereignissen des 10. Juni in der Ortschaft 68 AR Farmwala im Bezirk Khanewal. Der Junge wollte sich gerade ein Eis holen, als sich ihm mehrere Jungen aus der Koranschule in den Weg stellten. Sie forderten Sunny auf, das "Kalma Tayyaba" zu sprechen, mit dem er Mohammed als Prophet bezeugen und schließlich Muslim werden würde. Erst dann dürfe er weitergehen. Aber Sunny weigerte sich. Daraufhin begannen die Jungen ihn zu verprügeln. Sein Onkel Dildar Masih (26) bemerkte den Streit und eilte seinem Neffen zu Hilfe. Er schimpfte die muslimischen Jungen aus, sich an so einem kleinen Kind zu vergreifen. Nachdem sich Sunny etwas erholt hatte, schickte sein Onkel ihn nach Hause und ging selbst zur Arbeit. Im Laufe des Tages sollte dieser Vorfall eine dramatische Wendung nehmen und das Leben aller Christen in der Gegend verändern. Selbstjustiz gegen Christen Denn der Imam der Dorfmoschee will Ohrenzeuge gewesen sein, wie Sunnys Onkel Dildar in aller Öffentlichkeit angeblich den Islam beleidigte. Um Schaden abzuwenden, bat der Vater von Dildar, Yousaf Masih, den Imam vorsorglich um Vergebung. Sollten die Behauptungen stimmen, werde er seinen Sohn dafür bestrafen. Aber der Imam lehnte die Entschuldigung: Man werde sich selbst darum kümmern. Dildar wurde aufgegriffen, zusammengeschlagen und später der Polizei übergeben. Vor dem Haus seines Vaters Yousaf skandierte eine aufgebrachte Menge aus 500 Dorfbewohnern Parolen wie "Tod dem Lästerer" und "Christen müssen für Blasphemie bezahlen". Am nächsten Tag wurde auch in anderen Moscheen zu Vergeltung gegen die angebliche Blasphemie aufgerufen. Nahezu 2.500 Muslime aus mehreren Orten kamen daraufhin zusammen, um die Bestrafung des Christen zu fordern. Die Stimmung war so explosiv, dass alle Christen der Gegend um ihr Leben fürchteten. Die zehn Familien, davon sind sieben mit der Familie Masih verwandt, flohen nur mit wenigen Habseligkeiten bepackt in andere Ortschaften. (Quelle: mit Compass Direct)
Gebetsanliegen:
Kinder der verfolgten Kirche: Aktion "Zukunft geben" Mitmachen und Weitersagen! Hier erfahren Sie wie…
| |
Open Doors Newsletter vom 17.6.2011
Gazastreifen: Angst vor Kirchgang
|
|
(Open Doors) - Im Gazastreifen gehen die Gemeinden durch eine schwierige Zeit. Die Gewaltakte gegen Christen im Mittleren Osten und im Nachbarland Ägypten bleiben auch für die schätzungsweise 2.500 Christen in dem Palästinensergebiet nicht ohne Folgen. Einige gehen aus Angst vor Übergriffen nicht mehr zur Kirche. Gadil, ein Pastor aus Gaza, berichtete uns: „Die Gewalttaten gegen koptische Glaubensgeschwister in Ägypten haben unsere Gemeindemitglieder verängstigt. Am Sonntag nach dem Angriff auf eine Kirche in Kairo nahmen nur zehn Christen am Gottesdienst teil. Die Menschen haben Angst.“ Auch die allgemeine Sicherheitslage in Gaza hat sich verschlechtert. „Vor Kurzem wurde wieder gekämpft. Schulen sind aus Sicherheitsgründen nur noch an vier Tagen in der Woche geöffnet“, so Pastor Gadil. „Die Jugendgruppe einer der großen Gemeinden von Gaza hat sich seit Februar schon nicht mehr getroffen.“ Unter Beobachtung der Hamas
Gebetsanliegen:
Aktion für Kinder der verfolgten Kirche - "Zukunft geben". Hier erfahren mehr... | |
Open Doors Newsletter vom 10.06.2011
Irak: Junge Christin gibt nicht auf
|
|
(Open Doors) - Nur noch 43.500 Christen leben in Bagdad, schätzt das Hilfswerk Open Doors. Noch vor drei Jahren waren es dreimal so viele. Der Irak gehört laut Weltverfolgungsindex zu den zehn Ländern, in denen Christen am stärksten verfolgt werden. Anhaltender Terror, Entführungen oder Anschläge sorgen für ein Klima aus Angst und Hoffnungslosigkeit. Unvermindert verlassen Christen ihre Heimat gen Ausland oder leben als Flüchtlinge im eigenen Land, vor allem in den Kurdengebieten im Norden. Wenn dieser Exodus anhält, wird es bald keine Christen mehr im Irak geben, befürchtet Open Doors. Darum ruft das Werk weiterhin zum Gebet für die Christen im Irak auf. Durch die anhaltende Vertreibung verlieren die Menschen nicht nur ihr Hab und Gut. Viele sind traumatisiert, haben Schlafstörungen und Alpträume. Schwer wiegt auch, dass Familien auseinandergerissen werden. Was es heißt, als Feind in der eigenen Heimat zu gelten, hat auch Maria schmerzlich erfahren. Dennoch will die 23-Jährige nach vorne schauen. Zweifel an Rückkehr Schwieriger Neuanfang
Gebetsanliegen:
Christenverfolgung heute - Wie Sie sich für betroffene Christen einsetzen können, erfahren Sie hier... | |
Open Doors Newsletter vom 03.06.2011
Sudan: Sorge um verschwundene Christin
|
|
(Open Doors) - Für drei Christen muslimischer Herkunft aus dem Norden des Sudan bittet Open Doors dringend um Beistand im Gebet. Anfang Mai nahmen Polizisten in der Provinz Darfur die Christin Hawa Abdalla Muhammad Saleh fest. Die Frau lebte im Flüchtlingslager Abu Shouk von Al-Fashir. Dort soll sie Bibeln an andere Bewohner, darunter Kinder verteilt haben. Derzeit wurde Saleh noch nicht vor ein Gericht gestellt. Sollte sie verurteilt werden, droht ihr wegen Apostasie (Abfall vom Islam) die Todesstrafe. Polizisten brachten Saleh an einen unbekannten Ort in Khartum. Befürchtet wird, dass man sie dort misshandelt. Bereits vor fünf Jahren wurde sie schon einmal verhaftet und gefoltert. Familienrache Ahamdi musste schon viele Schmerzen ertragen. Ihr Bruder brach ihr das Bein, nachdem er von ihrer Konversion erfahren hatte. Einen Monat lang kettete man sie an einen Holzstuhl und schloss sie in einem Zimmer ein. Immer wieder setzte es Prügel, um ihr den Glauben an Jesus auszutreiben. "Ich wurde schlimm misshandelt. Sie rasierten mir die Haare ab und mein Vater schlug mit einer Peitsche auf meinen Kopf", erinnerte sich die junge Frau. Im örtlichen muslimischen Krankenhaus wollten Ärzte den Beinbruch der Christin nicht behandeln. Erst in einer anderen Klinik nahm man sich der Frau an. Dort lernte sie auch Hassan kennen. Beide verbindet nicht nur ihr Glaube an Jesus. Auch Hassan wurde für seinen "Abfall vom Islam" hart bestraft. Ein-mal schlugen Verwandte, sein Bruder und der Vater mit Stöcken auf ihn ein. "Doch wir wollen Christus nicht verleugnen. Das ist für uns eine große Herausforderung, denn wir können nirgends hingehen", sagte Amouna Ahamdi unter Tränen. Das Paar hat einen kleinen Jungen. Freunde versorgen sie gelegentlich mit Lebensmitteln. Doch manchmal haben sie Tage lang nicht genug zu essen.
Gebetsanliegen:
| |
Open Doors Newsletter vom 27.05.2011
Ihr Vater wurde umgebracht: Kinder brauchen unser Gebet |
|
(Open Doors) - Immer wieder werden Christen wegen ihres Glaubens umgebracht. Zurückbleiben von den Ereignissen nicht selten traumatisierte Ehefrauen und ihre Kinder. Kleine Kinder verstehen oft noch nicht, warum ihre Väter nicht mehr da sind. Bitte beten Sie heute für Seradh und seine Mutter und für Irene und ihre vier Kinder. Seradh aus Sri Lanka Irene und ihre Kinder aus Uganda
Gebetsanliegen:
| |
Open Doors Newsletter vom 20.05.2011
Irak: Heilung für verletzte Seelen |
|
(Open Doors) - Die Gemeinde Jesu im Irak kämpft um ihr Überleben. Viele Christen haben ihre Heimat schon verlassen. Jene, die zurückbleiben, brauchen Hilfe, Beistand und Gebet. Darunter sind auch Glaubensgeschwister aus Bagdad, die vor sieben Monaten bei einem grausamen Gewaltakt Familienangehörige und Freunde verloren haben. Rückblick: Der 31. Oktober 2010 war für die Mitglieder einer Bagdader Kirche ein ganz gewöhnlicher Sonntag. Doch für 58 Menschen endete er tödlich. Am Abend hatte sich die Gemeinde gerade zur Abendmesse versammelt. Plötzlich stürmten acht islamische Terroristen in die Kirche. Die Gottesdienstbesucher nahmen sie als Geiseln. Bevor die Sicherheitskräfte die Kirche stürmten, hatten die Extremisten damit begonnen, Geiseln zu töten. Als Polizisten begannen in die Kirche einzudringen, zündeten die Geiselnehmer ihre Sprenggürtel. Diese Gewalttat gilt als der bislang schlimmste Terroraktgegen Christen, seit Islamisten im Jahr 2003 damit begonnen haben, gezielt Christen ins Visier zu nehmen. Angst und Wut Geborgenheit bei Gott
Gebetsanliegen:
| |
Open Doors Newsletter vom 12.05.2011
Nach den Ausschreitungen in Ägypten: Den Trauernden im Gebet beistehen |
|
(Open Doors) - Zwölf Menschen starben vorigen Samstag als radikale Islamisten koptische Christen in Kairo angegriffen und zwei Kirchen in im Stadtviertel Imbaba in Brand gesetzt haben. Das Hilfswerk Open Doors bittet, in diesen Tagen besonders für die Familien der Toten sowie die verletzten und traumatisierten Opfer zu beten. Unaufhaltsame Wut Christen sind Ziele von Anschlägen Gebetsanliegen:
| |
Open Doors Newsletter vom 06.05.2011
Pakistan: Heftige Unruhen nach Haftentlassung von zwei Christen |
|
(Open Doors) - Nachdem am 29. April zwei Christen aus dem Gefängnis entlassen wurden, kam es im pakistanischen Gujranwala (Provinz Punjab) zu heftigen Ausschreitungen gegen Christen. Den Männern wurde Blasphemie vorgeworfen. Mushtaq Gill und sein Sohn Farrukh Mushtaq sollen einen Drohbrief verfasst haben, an den angebrannte Seiten aus dem Koran angeheftet waren. Eine Handschriftenprobe widerlegte den Vorwurf. Die beiden Männer wurden nach ihrer Freilassung von Familienangehörigen an einen geheimen Ort gebracht. Das Hilfswerk Open Doors, das sich in mehr als 50 Ländern für verfolgte Christen einsetzt, ruft zum Gebet für die Christen in Gujranwala auf. Viele Familien sind aus der Gegend geflohen. Immer wieder werden Christen willkürlich wegen der Beleidigung des Islam oder des Propheten Mohammed angeklagt. Auf dem Weltverfolgungsindex steht Pakistan auf Platz 11 der Liste von Ländern, in denen Christen am stärkten verfolgt werden. Polizei greift ein Viele Familien geflohen Gebetsanliegen:
| |
Sonder- Open Doors Newsletter vom 03.05.2011
Bruder Andrew: Christen in islamischen Ländern brauchen jetzt Gebet |
|
(Open Doors) - Mit dieser Sonderausgabe unserer Gebets-Mail möchten wir Ihnen den Gebetsaufruf von Open Doors-Gründer Bruder Andrew weitergeben. Nach dem Tod von Al Kaida-Führer Osama Bin Laden wächst weltweit die Angst vor möglichen Vergeltungsschlägen. Für Christen in islamisch geprägten Ländern, in denen Anhänger und Sympathisanten des Terrornetzwerkes operieren, ist diese Gefahr besonders konkret. Sie brauchen jetzt den Beistand im Gebet von Christen in aller Welt. „Der Tod von Osama Bin Laden hat zweifellos eine große politische und militärische Bedeu-tung, besonders für die Opfer der schrecklichen Gewalt durch Bin Ladens Terrororganisation", sagt Open Doors-Gründer Bruder Andrew aus dem niederländischen Ermelo. „Doch es gibt andere Al Kaida-Führer, die noch gefährlicher sind. Al Kaida ist eine Bewegung.“ Die Verantwortung von Christen weltweit sei es nun, auch für jene zu beten, die Menschen grausame Gewalt antun und Christen verfolgen. „Wir müssen uns der Frage stellen: Sind wir getrieben vom Wunsch nach Vergeltung oder von Vergebungs-bereitschaft.“ Bruder Andrew erinnert hierbei an den biblischen Aufruf: „Segnet, die euch verfolgen, segnet und flucht nicht“ (Römer 12,14). Für Christen, die Tag für Tag aufgrund ihren Glaubens harscher Verfolgung und Benachteiligung ausgesetzt sind, sei dieser Aufruf eine immense Herausforderung entgegen jeder menschlichen Logik. „Wir dürfen sie nicht allein lassen. Verfolgte Christen, im Besonderen jene, die vom Islam zum christlichen Glauben konvertiert sind, brauchen unsere Hilfe und Stärkung. Beten wir jetzt für sie, damit sie zu Friedensstiftern werden“, appelliert Bruder Andrew an die Gemeinde Jesu weltweit. Christen in Gefahr In acht der zehn ersten Ländern im Weltverfolgungsindex von Open Doors gilt das islamische Recht, die Scharia, bzw. ist der Islam die Religion der Mehrheitsgesellschaft. Dazu zählen Afghanistan, Saudi-Arabien, Somalia und der Jemen. Erst Mitte April haben Al Shabaab-Kämpfer in Somalia einen 21-jährigen Christen erschossen. Dieser Mord hat die Untergrundgemeinden in dem ostafrikanischen Land erneut in Panik versetzt, so ein Informant. Al Shabaab steht dem Terrornetzwerk Al Kaida („die Basis“) nahe. Anfang Januar haben Kämpfer der Gruppe einer 36-jährigen vierfachen Mutter ebenfalls wegen ihres Wechsels vom Islam zum christlichen Glauben vor den Augen von Nachbarn die Kehle durchgeschnitten. Gebetsanliegen:
Christenverfolgung weltweit – hier gelangen Sie zum Weltverfolgungsindex 2011 | |
Open Doors Newsletter vom 29.04.2011
Indien: Pastor brutal zusammengeschlagen |
|
(Open Doors) – Die Angst, verprügelt und getötet zu werden, begleitete Pastor Ramesh Devda aus Indien schon lange. Seit elf Jahren gehört der 30-Jährige zum Leitungskreis der „Christian Reformed Fellowship of India“ im zentralindischen Bundesstaat Madhya Pradesh. Er kümmert sich um christliche Gemeinden in Chikklia, Bhajidongra und Dhadhniay. Kein ungefährlicher Dienst. Denn Madhya Pradesh gehört zu den Brennpunkten der Christenverfolgung in Indien. Gebetsanliegen:
| |
Open Doors Newsletter vom 21.04.2011
Äthiopien: Witwe mit sechs Kindern Zuversicht geben |
|
(Open Doors) – Martha Geleta lebt in einem Dorf, das zur Qelem Welega Zone im Bundesstaat Oromia in Äthiopien gehört. Gut ein Jahr ist es her, dass ihr Mann brutal ermordet wurde. Mitarbeiter von Open Doors haben die Witwe besucht. Martha Geleta gibt ihr Bestes, um die drei Töchter und drei Söhne im Alter zwischen ein und 14 Jahren durchzubringen. Sie will nach vorn schauen, denn ihre Kinder brauchen sie mehr denn je. Gebetsanliegen:
Post nach Äthiopien | |
Open Doors Newsletter vom 15.04.2011
| Christen auf der Arabischen Halbinsel |
|
| ||
|
| |
(Open Doors) – Angesichts der regierungskritischen Protestbewegungen auf der Arabischen Halbinsel bittet das Hilfswerk für verfolgte Christen Open Doors, die einheimischen Christen nicht zu vergessen und für sie zu beten. Da ein Religionswechsel in den betroffenen Staaten nicht ungestraft möglich ist, sind sie gezwungen, ihren Glauben heimlich zu leben. Beten Sie für die ausländischen Christen, die den Jemen verlassen mussten. Möge Gott ihnen und auch den einheimischen Christen über den Verlust hinweghelfen. Beten Sie für die wenigen einheimischen Christen. Ihre Hinwendung zu Jesus Christus gilt als Verbrechen gegen die Umma, die Gemeinschaft der muslimischen Gläubigen. Christen muslimischer Herkunft sind ernster Verfolgung ausgesetzt, sowohl vonseiten ihrer Familien und der Gesellschaft als auch durch die Regierung.
Beten Sie, dass einheimische Christen Wege finden, wie sie in ihrem Glauben wachsen können. Nicht-muslimische Literatur darf in Oman nicht veröffentlicht werden, daher ist es schwer, an eine Bibel zu gelangen. Saudi-Arabien Beten Sie für die christliche Gemeinde in Saudi-Arabien, das mit Platz 4 auf dem Weltverfolgungsindex zu den Ländern gehört, in denen Christen am stärksten verfolgt werden. Über christliche Seiten im Internet oder Radioprogramme erfahren Saudis vom Evangelium und zeigen Interesse am christlichen Glauben. |
| |
Open Doors Newsletter vom 08.04.2011
Kolumbien: Wie geht es Heidy und ihren Geschwistern |
| |
| ||
| (Open Doors) – Vor zwei Jahren wurden die Eltern von Heidy, Ambar Gricet und Juan José aus Kolumbien ermordet. Weltweit nahmen Christen an dem Schicksal der drei kleinen Kinder Anteil und haben für sie gebetet und ihnen Briefe und Karten geschrieben. Zwei bislang unbekannte Männer stürmten am 24. April 2009 in das Haus ihrer Eltern in La Esmeralda. Was dann geschah, glich einer Hinrichtung: Mit mehreren Schüssen wurden Emilse Maria del Carmen und José Rodriguez getötet. Sie hatten keine Chance, zu fliehen. Die neunjährige Heidy sah ihre blutüberströmten Eltern, bevor sie ins Krankenhaus gebracht wurden. Es war das letzte Mal, dass sie sie lebend sehen sollte. Wenngleich dieses Erlebnis tiefe Wunden in ihrer Seele hinterlassen hatte, sagte sie damals: „Meine Eltern sind jetzt im Himmel. Nun sorgen Jesus und meine Großeltern für uns.“ Wie geht den Kleinen heute? Die damals zweijährige Ambar und der gerade mal zwei Monate alte Juan José leben seitdem bei ihren Großeltern in La Esmeralda. Jaime und Maria de Carmen, selbst schockiert und voll der Trauer über den Tod ihres Sohnes und der Schweigertochter, tun alles, um den Kindern ein liebesvolles Heim zu geben. Die Situation ist nicht einfach. Beide sind über 60 Jahre alt und haben ein geringes Einkommen aus ihrer Landwirtschaft. Den Kleinen haben sie bislang noch nicht gesagt, dass ihre Eltern ermordet wurden. Für ihre Enkel sind sie Vater und Mutter. Gebetsanliegen:
| |
Open Doors Newsletter vom 01.04.2011
Bangladesch: Glückliche Wende für 25-jährigen Christen |
|
(Open Doors) Biblop Marandi aus dem südasiatischen Bangladesch sollte eigentlich das nächste Jahr im Gefängnis verbringen. Der 25-jährige Christ wurde Ende Januar am Ufer des Turag nahe der Stadt Tongi verhaftet. Er hatte christliche Bücher und Traktate am Rande der islamischen Großveranstaltung „Bishwa Ijtema“ verkauft und verteilt. Mit dieser Straßenaktion soll er „Chaos bei einer religiösen Versammlung" verursacht haben, urteilte das Amtsgericht des Bezirkes Gazipur am 21. Februar und verhängte dafür eine einjährige Haftstrafe. Bangladesch ist die drittgrößte muslimische Nation der Welt. Von den mehr als 162 Millionen Einwohnern sind 89 Prozent muslimisch. Weniger als ein Prozent der Bengalen sind Christen. Seit Jahren ist das Land auf dem Open Doors-Weltverfolgungsindex zu finden. Aktuell belegt es Platz 47 der Liste von Ländern, in denen Christen am stärksten verfolgt werden. Geständnis möglicherweise erpresst Am 29. März dann die gute Nachricht: Nach Überprüfung des Einspruches sprach der Richter Biplob Marandi von den Vorwürfen frei und ordnete seine Freilassung an. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Marandi die Bücher verkaufte hatte, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. „Seine Entlassung, die für heute, den 1. April erwartet wird, zeigt, dass Biplob Marandi unschuldig ist und bei der Großveranstaltung keine Probleme gemacht hat“, sagte sein Anwalt Lensen Swapon. Quelle: Compass Direct Gebetsanliegen:
| |
Open Doors Newsletter vom 25.03.2011
Open Doors Newsletter vom 18.03.2011
Elfenbeinküste:Christen unter Verdacht |
|
(Open Doors) – Von Tag zu Tag spitzt sich die Lage in der Elfenbeinküste (Republik Côte d'Ivoire) weiter zu. Das westafrikanische Land steht möglicherweise am Rande eines Bürgerkrieges. Immer brutaler werden die Kämpfe, die seit der Präsidentschaftswahl im vorigen November andauern. Täglich gibt es neue Opferzahlen. Mehr als 400 Menschen sollen schon getötet worden sein. Unsere Mitarbeiter in der Elfenbeinküste bestätigten Berichte, wonach auch Christen unter den Opfern sind. Anhänger des ehemaligen Präsidenten Laurent Gbagbo und Getreue des international anerkannten Wahlsiegers Alassane Ouattara kämpfen gegeneinander. Gbagbo will seine Abwahl nicht anerkennen. In diesem blutigen Machtkampf leidet vor allem die Zivilbevölkerung. | |
Gebetsanliegen |
|
| |
Open Doors Newsletter vom 11.03.2011
Nordkorea: Rückkehr nach Nordkorea |
|
(Open Doors) – Um das Leben ihrer Tochter zu retten, sah Kim* keinen anderen Ausweg, als Nordkorea zu verlassen und nach China zu gehen. Mutterliebe und Verzweiflung trieben sie vor drei Jahren zu diesem Schritt. In ihrer Heimat hungerten sie, es gab nichts zu essen und keine Aussicht auf Arbeit. Kim hoffte, von China aus ihrer Tochter Geld schicken zu können. Die gefährliche Flucht über den Grenzfluss, vorbei an scharf bewaffneten Soldaten gelang. Aus Angst, abgeschoben zu werden, heiratete sie einen Chinesen. Doch irgendjemand verriet sie als Flüchtling aus Nordkorea bei der Polizei. Gerade noch konnte Kim der Verhaftung entgehen und in einem unserer Zufluchtshäuser untertauchen. | |
Gebetsanliegen |
|
| |
Open Doors Newsletter vom 04.03.2011
Äthiopien:Mutter trauert um ihre Tochter |
|
(Open Doors) – Vor über einem Jahr wurde Tadelu Dimbashas Tochter ermordet. Die 13-jährige Nura Ahmed hatte sich geweigert, ihren Glauben an Jesus aufzugeben und einen Muslim zu heiraten. | |
| |
Gebetsanliegen |
|
| |
Open Doors Newsletter vom 25.02.2011
Zentralasien:„Entweder Jesus oder ich!“ |
|
(Open Doors) – Habib stammt aus einem Land Zentralasiens. Seinen richtigen Namen und Wohnort können wir nicht nennen. Zwar dürfen wir Habibs Geschichte weitergeben, doch würde seine wahre Identität bekannt, wären die Folgen für ihn fatal. In seiner Kultur steht die Familienehre über dem individuellen Wunsch etwa seinen Glauben selbst zu wählen. Als der junge Muslim sich entschied, künftig Jesus Christus nachzufolgen, hat er damit das Ansehen seiner Familie beschmutzt. | |
| |
Gebetsanliegen |
|
| |
Open Doors Newsletter vom 18.02.2011
| Nigeria: Vertrauen gestärkt |
|
| (Open Doors) – Am Heiligabend des vergangenen Jahres explodierten in der zentralnigerianischen Stadt Jos (Plateau) an zwei Orten sieben Bomben. Bei den Anschlägen auf einem Markt und in einem christlichen Wohnviertel kamen 32 Menschen ums Leben; 74 wurden verletzt. Noch immer leiden Opfer unter dem Trauma der Anschläge, Angehörige trauern um Familienmitglieder. Open Doors bittet, auch Wochen nach den schrecklichen Ereignissen weiter für die Christen in Nigeria zu beten. In Plateau und in den nördlichen islamisch geprägten Bundesstaaten kommt es immer wieder zu Gewalt gegen Christen. | |
| ||
| Gebetsanliegen |
|
|
| |
Open Doors Newsletter vom 11.02.2011
| Iran: Verhaftungswelle hält an |
|
| (Open Doors) – Die zahlreichen Verhaftungen von iranischen Christen seit Weihnachten 2010 halten weiter an. Einige der Inhaftierten wurden inzwischen wieder gegen Kaution freigelassen, mindestens 21 befinden sich jedoch nach Open Doors zugänglichen Informationen weiterhin in Haft. Die Situation besonders der kleinen Hausgemeinden bleibt sehr angespannt. | |
| ||
| Gebetsanliegen |
|
|
| |
Open Doors Newsletter vom 04.02.2011
Afghanistan: Briefe aus dem Gefängnis: Said Musa bittet um Beistand |
|
(Open Doors) – Keine Bewegung gibt es derzeit im Fall des in Afghanistan eingesperrten Christen Said Musa. Der für den 21. November 2010 angesetzte Prozess wurde kurzfristig ausgesetzt. Bis heute hat es keinen neuen Termin gegeben. Afghanistan belegt auf dem Weltverfolgungsindex von Open Doors Platz 3 in der Liste von Ländern, in denen Christen am stärksten verfolgt werden. | |
| |
Gebetsanliegen |
|
| |
Open Doors Newsletter vom 28.1.2011
Pakistan:Asia Noreen lebt in ständiger Angst |
|
(Open Doors) – Asia Noreen – bekannt als Asia Bibi – braucht weiterhin Gebet. Seit der Ermordung von Salman Taseer, Gouverneur der Provinz Punjab, lebt die Christin aus Pakistan in ständiger Angst, ebenfalls getötet zu werden. Die Mutter von fünf Kindern aus der Ortschaft Ittanwali sitzt weiter im Bezirksgefängnis Sheikhupura. Am 8. November 2010 wurde sie wegen Beleidigung des Islam zum Tod durch Erhängen verurteilt. Asia Noreen bestreitet die Vorwürfe und hat Berufung eingelegt. Bei einem Besuch ihres Mannes Ashiq Masih im Gefängnis bat sie: „Bitte sag allen, dass sie für mich beten sollen!“ | |
| |
Gebetsanliegen |
|
| |
Diese Seite drucken