Erweckungsgebete führten zur Aussendung von 300 Missionaren und vielem mehr...
1722 siedelten sich verfolgte Christen aus Böhmen und Mähren auf dem Gut des Grafen Nikolaus von Zinzendorf, einem frommen Adligen, an. Bis Anfang 1727 war die Gemeinde der dreihundert Menschen von Zwietracht und Gezänk über Glaubenslehren zerrüttet. Trotzdem gelobten Zinzendorf und andere, um eine Erweckung zu beten und darauf hin zu arbeiten. Am 12. Mai 1727 brach bereits neues, geistliches Leben auf, die Zwietracht verschwand und Ungläubige bekehrten sich. Von da an herrschte in der Gemeinde ein starker Gebetsgeist. Am 27. August 1727 gelobten 27 Männer und 24 Frauen täglich eine Stunde im Gebet zu verbringen. Bald meldeten sich auch andere für die stündliche Fürbitte. Über hundert Jahre lang nahmen alle Mitglieder der Heerrnhuter Brüdergemeinde an der 24stündigen Gebetskette teil. Sechs Monate nach dem Beginn der Gebetskette meldeten sich 26 Geschwister für die Weltmission. 65 Jahre später hatte die kleine Herrnhuter Gemeinde schon 300 Missionare bis an die Enden der Erde ausgesandt!
Mit Gebet für Erweckung fing es an...
Der deutschstämmige südafrikanische Missionar Erlo Stegen arbeitet viele Jahre unter dem Volksstamm der Zulus. Von Anfang an betete er um den Segen Gottes für seine Arbeit, jedoch war kein Aufbruch zu sehen. Dann kam das Jahr 1966. Er und seine Gemeinde in Mapumulo wurden in eine tiefe Sündenerkenntnis geführt. Nachdem er und die Gemeinde wahren Frieden mit Gott gefunden hatten, kam es zu einer ungewöhnlichen Situation: Eine erst vor kurzem bekehrte junge Frau stoppte den Gottesdienst und bat darum, beten zu dürfen. Das Gebet war ein schlichtes, aber inbrünstiges Gebet um Erweckung ... und die Erweckung kam. Heiden - unter ihnen auch Zauberer - kamen durch das Treiben des Geistes Gottes zur Mission, bekannten ihe Sünden und bekehrten sich. Auch gab es Heilungen. Heute hat die Mission ca. 140 Außenstationen und einen Radiosender.
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